BERLIN (dpa-AFX) - Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat die geplanten schärferen Regeln für die Schlachtbranche begrüßt. Damit werde der unhaltbaren Praxis des Subunternehmertums in der Fleischwirtschaft ein Riegel vorgeschoben, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch. Sie hob zugleich vorgesehene Ausnahmen für kleinere und mittlere Betriebe hervor, damit es nicht eine noch größere Zentralisierung gebe. "Damit stärken wir das regionale Fleischerhandwerk." Die Corona-Krise zeige, wie wichtig Regionalität und Dezentralität seien, auch durch mehr kleinere Schlachthöfe in der Fläche und somit kürzere Transportwege.

Die vom Kabinett auf den Weg gebrachten Pläne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sehen vor, dass in größeren Betrieben der Branche ab dem 1. Januar 2021 im Kerngeschäft Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung keine Werkvertragsarbeiter und ab 1. April 2021 auch keine Leiharbeiter mehr beschäftigt werden dürfen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Ausgenommen sind Fleischerhandwerksbetriebe mit maximal 49 Mitarbeitern. Hintergrund des Vorhabens sind gehäufte Corona-Fälle in den Belegschaften mehrerer Schlachtbetriebe./sam/DP/fba