Klarna ist eines der wertvollsten Start-Ups aller Zeiten in Europa. In einer neuen Finanzierungsrunde soll der Unternehmenswert der Schweden auf über 40 Milliarden Dollar taxiert werden.

Wer steigt nun bei Klarna ein?

Softbank, das zweitgrößte börsennotierte Unternehmen Japans, erwägt laut CNBC eine Beteiligung an Klarna. Nachdem Klarna einer Finanzierungsrunde im März fast eine Milliarde Dollar eingesammelt hat, soll diese Runde kleiner Ausfallen. Im März wurde Klarnas Wert auf 31 Milliarden Dollar festgelegt. Nur zwei Monate später wird die Bewertung wahrscheinlich nördlich der 40 Milliarden Dollar liegen. Softbank ist bekannt für seinen Vision Funds 1 und Vision Fund 2, beide sind über 100 Milliarden Dollar schwer.

Wie sieht die Zukunft von Klarna aus?

Auf der Website von Softbank ist Klarna schon als Teil des Vision Fund 2 gelistet. Wie hoch die Beteiligung der Japaner an Europas teuerstem Start-Up ausfällt ist noch ungewiss. Andere prominente Investoren wie Snoop Dogg und Ant Group glauben schon an den schwedischen PayPal Konkurrenten. Ein Börsengang von Klarna wird noch dieses Jahr erwartet, konkrete Pläne sind noch nicht bekannt geworden. CEO und Mitbegründer Sebastian Siemiatkowski tendierte in der Vergangenheit aber laut eigener Aussage zu einem Direct Public Offering, diese ist billiger für das Unternehmen und geht ohne eine Kapitalerhöhung einher. 

Datenpanne bei Klarna trübt gute Neuigkeiten

Gestern wurde auch eine selbstverschuldete Datenpanne bei Klarna öffentlich. Nach einem App-Update war es mehreren tausend Usern möglich fremde Konten samt Zahlungshistorie, Telefonnummer, Bankdaten und Vornamen einzusehen. Die App wurde daraufhin für mehrere Stunden vom Netz genommen um das Problem zu beheben. Klarna stellte klar, dass kein externer Angriff, sondern ein menschlicher Fehler, für die Panne verantwortlich war.

Expansionspläne nach Nordamerika

Klarna bereitet derzeit eine Expansion nach Nordamerika vor. Die steigende Beliebtheit von Online Shopping macht Klarnas Rechnungskäufe auch dort relevanter. Konkurrent Stripe hat sich mit Afterpay zusammen getan um den Service seinen Kunden anzubieten. Auch PayPal bietet seit letztem Jahr einen ähnlichen Service an. /gw