BERLIN (dpa-AFX) - Die für den Mindestlohn zuständige Kommission legt am Dienstag (12.30 Uhr) ihre Empfehlung für die weitere Entwicklung der allgemeinen Lohnuntergrenze vor. Vor der Sitzung des Gremiums hatten die Gewerkschaften eine spürbare Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2021 gefordert, der derzeit bei 9,35 Euro pro Stunde liegt. Die Arbeitgeber warnen angesichts der Belastungen vieler Firmen in der Corona-Krise vor zu großen Erhöhungen. Grundsätzlich orientiert sich die Kommission aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft an der zurückliegenden Entwicklung der Tariflöhne.

Die Bundesregierung muss die künftige Höhe des Mindestlohns dann noch per Verordnung umsetzen. Sie richtet sich dabei in der Regel nach dem Vorschlag der Kommission. Der gesetzliche Mindestlohn war zum 1. Januar 2015 mit einem Betrag von 8,50 Euro eingeführt worden./sam/DP/fba