DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die jüngst beschlossenen schärferen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung des Düsseldorfer Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) keine tiefe Rezession in Deutschland auslösen. Das liege vor allem an einer recht stabilen Entwicklung der Industrie, betonten die Konjunkturforscher der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Prognose. "Die wirtschaftliche Grunddynamik ist stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirkt", sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien laut Mitteilung.

Nach einer Stagnation zum Jahresende und im ersten Quartal 2021 werde die deutsche Wirtschaft ab dem Frühjahr 2021 wieder auf Wachstumskurs gehen, heißt es in der Konjunkturprognose. Voraussetzung sei aber, dass die Impfstoffe gegen Covid-19 tatsächlich so wirksam und so schnell verfügbar sind wie derzeit erwartet. Im Jahresdurchschnitt 2021 werde das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 4,9 Prozent zulegen, nach einem Rückgang um 5,0 Prozent in diesem Jahr. Diese Prognose setze zudem voraus, dass bei den Brexit-Verhandlungen eine Einigung gefunden werde, die allzu drastische Auswirkungen verhindere./hff/DP/fba