(Im letzten Absatz wurde der Hinweis auf ConocoPhillips gestrichen. Der Konzern legte bereits am Vortag Quartalszahlen vor.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rally dürften sich die US-Börsen am Mittwoch vor dem US-Zinsentscheid auf ihrem hohen Niveau der vergangenen Tage behaupten. Während dem marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> und dem technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026> mit einem positiven Start neue Rekorde gelingen könnten, dürfte der Dow Jones Industrial <US2605661048> zumindest die 27 000 Punkte festigen. Das Handelshaus IG taxierte den Leitindex eine Dreiviertelstunde vor dem Start 0,1 Prozent höher auf 27 098 Punkten. Sein Rekord von 27 398 Punkten liegt schon einige Monate zurück.

Neben der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison stehen am Mittwoch diverse Wirtschaftsdaten, vor allem aber der Zinsentscheid der Fed am Abend im Fokus. Dabei wird fest mit der schon dritten Zinssenkung in diesem Jahr gerechnet. Experten blicken gespannt auf Aussagen zum Ausblick und die damit verbundene Frage, ob sich die Währungshüter den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Lockerung weiterhin beugen werden.

Auf Seiten der Konjunkturdaten kamen zur Wochenmitte positive Signale. Die Privatwirtschaft der USA schaffte mit 125 000 neuen Arbeitsplätzen im Oktober mehr Stellen als erwartet. Derweil übertraf auch das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal die Erwartungen.

Bevor am Abend Apple <US0378331005> Zahlen vorlegt, rückten die Aktien des iPhone-Herstellers im vorbörslichen Handel um 0,8 Prozent vor. Sie behalten damit ihr zuletzt erreichtes Rekordhoch bei knapp 250 Dollar im Auge. Außerdem stehen nachbörslich die Resultate von Facebook <US30303M1027> im Blick.

Vor dem Börsenstart kamen zur Wochenmitte die Unternehmensberichte eher aus der zweiten Börsenreihe. Besonders rasant ging es bei Mattel <US5770811025> mit einem Kurssprung um mehr als 20 Prozent nach oben. Für große Erleichterung sorgte bei dem Spielzeughersteller vor allem ein überraschender Umsatzanstieg.

Mit einem Kurssprung um 8 Prozent sorgte außerdem die Industrieikone General Electric <US3696041033> für Aufsehen. Am Markt hieß es, ein über den Erwartungen liegender Ausblick für den freien Mittelzufluss mache Hoffnung auf bessere Zeiten.

Für den Schnellrestaurant-Betreiber Yum Brands <US9884981013> ging es hingegen vorbörslich um fast 5 Prozent bergab. Kritisch reagierte der Markt hier auf eine anhaltende Schwäche in den Pizza-Hut-Restaurants, die den Umsatz auf Konzernebene bremsten.

Zahlenvorlagen zu verarbeiten gibt es unter anderem auch vom Süßwarenhersteller Mondelez, dem Chipkonzern AMD <US0079031078>, dem Computerspiele-Hersteller Electronic Arts <US2855121099> und dem Biotech-Unternehmen Amgen <US0311621009>./tih/mis