(Im 1. Satz des 2. Absatzes sowie im letzten Satz wurde die Schreibweise des Nachnamens Malmström korrigiert)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Handelsstreit mit den USA rechnet EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström nicht damit, dass US-Präsident Donald Trump in dieser Woche Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängt. "Die Deadline für die Autozoll-Entscheidung ist der 18. Mai (Samstag), aber die Frist kann verlängert werden. Und es gibt Signale, dass sie verlängert werden könnte - wegen den Verhandlungen zwischen den USA und China", sagte die Schwedin der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Darauf wollten sich die Amerikaner konzentrieren.

Malmström wies zudem darauf hin, dass EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Trump im vergangenen Jahr vereinbart hätten, dass während der laufenden Verhandlungen keine neuen Zölle verhängt werden. "Wir hoffen, der US-Präsident hält sich daran." Andernfalls sei die EU auf das Schlimmste vorbereitet.

Die EU-Kommission hat bereits eine Liste mit US-Produkten erstellt, auf die Vergeltungszölle verhängt werden könnten. Auf ihr sollen etwa Elektroautos stehen, sodass unter anderem der bekannte Hersteller Tesla <US88160R1014> betroffen wäre. Auch Ketchup oder Koffer finden sich auf der Liste. Insgesamt geht es Malmström zufolge um ein Handelsvolumen von etwa 20 Milliarden Euro./wim/DP/jha