(Im ersten Satz muss es korrekt 2,5 Milliarden Euro heißen)

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Städtetag hat angesichts der angespannten Lage in vielen Innenstädten Finanzhilfen vom Bund im Umfang von 2,5 Milliarden Euro gefordert. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte am Donnerstag, viele Städte machten sich wegen zunehmenden Leerstands große Sorgen. Traditionsreiche Unternehmen machten dicht. Immer mehr Menschen bestellten am Computer und ließen sich die Waren nach Hause liefern. Der Bund müsse sofort ein "Förderprogramm Innenstadt" auflegen: "Wir stellen uns dabei 500 Millionen Euro jährlich für 5 Jahre vor, um nachhaltig etwas zu erreichen."

Jung sprach nach einer Videokonferenzen des Städtetags mit fast 100 Stadtoberhäuptern von einer nationale Aufgabe. Mit einem Förderprogramm solle etwa das vorübergehende Anmieten von leerstehenden Ladenlokalen durch die Städte unterstützt werden. Dann könnten die Städte neue Nutzer finden, die mit ihrem Konzept die Innenstadt beleben. Städten solle außerdem der vorübergehende Erwerb von städtebaulich relevanten Schlüsselimmobilien wie etwa ehemaligen Kaufhäusern ermöglicht werden.

Der Handel und die Innenstädte leiden aktuell stark unter dem wochenlangen Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte. Dazu kam schon vor der Corona-Krise der wachsende Online-Handel./hoe/DP/nas