BERLIN (dpa-AFX) - Der Medizinische Dienst der Krankenkassen legt an diesem Dienstag (11.00 Uhr) seine jährliche Statistik zu Behandlungsfehlern vor. Wenn Patienten Fehler vermuten, können sie sich an ihre Krankenkasse wenden, die dann Gutachten in Auftrag gibt. Im vergangenen Jahr hatte der Medizinische Dienst von über 14 553 Gutachten nach Patienten-Beschwerden berichtet. In 2953 Fällen ergab sich demnach, dass Fehler Gesundheitsschäden verursacht hatten. Am häufigsten gab es demnach Fehler bei Zahnwurzelbehandlungen und Prothesen für Hüft- und Kniegelenke.

Rückschlüsse auf die allgemeine Fehlerhäufigkeit bei Behandlungen können aus den Zahlen aber nicht gezogen werden, da es keine zentrale Erfassung gibt. So gibt es auch bei der Ärzteschaft selbst Beschwerdestellen, manche Patienten wenden sich zudem direkt an Anwälte und Gerichte und manche Fälle werden auch gar nicht bemerkt oder gemeldet./jr/DP/stw