RHEDA-WIEDENBRÜCK (dpa-AFX) - Unter den nach Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs bei Tönnies gemeldeten 31 Corona-Fällen sind nur sechs echte Neuinfektionen. Das berichtete der Kreis Gütersloh am Montag. Der Kreis sieht keine zweite Welle bei Tönnies. Demnach handelt es sich bei den meisten um Altfälle, also Personen, die schon vor Wochen einen positiven Befund hatten und bei denen das Virus noch nachweisbar ist, die aber nicht mehr ansteckend sind. Der Fleischkonzern selbst spricht von 26 alten und nur fünf neuen Fällen, also einem Fall weniger als die Behörde.

Unternehmenssprecher Markus Eicher sagte, die nach seinem Kenntnisstand fünf Beschäftigten mit einem neuen Positivbefund seien einen Tag lang zur Arbeit gegangen, bevor sie ihr Ergebnis erhielten und in Quarantäne geschickt wurden. Die Behörden verfolgten deren Kontakt nach. Zu möglichen erneuten Ansteckungen im Werk durch die einzelnen neuen Infektionen betonte er, man sehe sich durch die verstärkten Hgyiene- und Schutzmaßnahmen gut aufgestellt. "Wir haben unsere Maßnahmen erhöht und sind sensibel und wachsam, um einen neuen Ausbruch zu vermeiden."

Nach einem Massenausbruch und vierwöchigen Zwangspause am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück war ein Anlaufen der Produktion erst vor gut einer Woche wieder erlaubt worden. Zuvor hatte es umfangreiche Prüfungen eines Hygienekonzepts und zahlreiche Schutzvorkehrungen gegeben, zu denen auch die intensive Testung gehört. Bei einer zweiten Untersuchung der bereits in der Produktion eingesetzten Mitarbeiter seien die 31 Positiv-Ergebnisse dann ermittelt worden./wa/DP/fba