FRANKFURT (dpa-AFX) - Commerzbank -Chef Martin Zielke will dem Institut im Fall einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrages finanziell entgegenkommen. Zielke habe intern angekündigt, bei seinem Abschied auf eine variable Vergütung von rund 1,5 Millionen Euro zu verzichten, die ihm vertraglich eigentlich zustehen würde. Entsprechende Informationen des "Handelsblattes" (Mittwoch) wurden der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Finanzkreisen bestätigt.

Zielke hatte ebenso wie Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann am vergangenen Freitag seinen Rücktritt angekündigt. Zielkes noch bis November 2023 laufender Vertrag soll demnach spätestens zum 31. Dezember 2020 einvernehmlich aufgelöst werden. An diesem Mittwoch berät nun der Aufsichtsrat des teilverstaatlichten Frankfurter MDax -Konzerns über die Personalien.

Abhängig von seinem genauen Austrittstermin wird Zielke voraussichtlich dennoch einen mittleren einstelligen Millionenbetrag erhalten: Sein Vertrag sieht vor, dass er sein jährliches Grundgehalt von zuletzt gut 1,67 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit des Kontraktes weiterhin bezahlt bekommt. Die Commerzbank wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

Ob der Aufsichtsrat am Mittwoch bereits ein genaues Datum für Zielkes Abschied festlegen wird, ist ungewiss. Noch gibt es keinen Nachfolger. Zudem ist die Neubesetzung der Aufsichtsratsspitze noch drängender. Chefkontrolleur Schmittmann will sein Mandat bereits zum 3. August niederlegen./ben/DP/jha