FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Der Zahlungsausfall beim US-Hedgefonds Archegos Capital dürfte die Deutsche Bank einem Insider zufolge nicht so teuer zu stehen kommen wie etwa ihre schweizerische Rivalin Credit Suisse . Im Vergleich zu anderen Banken sei das Frankfurter Geldhaus bei Archegos nur mit einem Bruchteil der Summen engagiert, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag von einer mit der Sache vertrauten Person. Bisher habe sie auch noch keine Verluste verbucht. Die Deutsche-Bank-Aktie büßte am Montagvormittag dennoch mehr als fünf Prozent ein und war damit größter Verlierer im Dax .

Zuvor hatten die schweizerische Großbank Credit Suisse und der japanische Finanzkonzern Nomura vor hohen Verlusten gewarnt, da ein US-Kunde Nachschussforderungen nicht nachgekommen sei. Normura bezifferte die ausstehende Forderung auf etwa zwei Milliarden US-Dollar (1,7 Mrd Euro). Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg und anderen Medien handelt es sich bei diesem Kunden um Archegos Capital. Credit Suisse und Nomura nannten den Namen des Hedgefonds jedoch nicht./stw/men