Weil Kryptowährungen stark mit den Aktienmärkten korrelieren, letztere nun aber ihren Tiefpunkt möglicherweise erreicht haben, könnte das auch für Bitcoin und Co. gelten. Doch so einfach sei das nicht, so Morgan Stanley.

Viele Anleger glauben laut CNBC, dass der S&P 500 im Juni bei etwa 3.600 Punkten seinen Tiefpunkt erreicht hat. Seither ist der Aktienindex, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, um ungefähr 14,5 Prozent gestiegen. Der Bitcoin konnte seit seinem Tiefstand ähnlich stark zulegen. Die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung fiel zuvor um etwa 75 Prozent von ihrem Allzeithoch von fast 69.000 US-Dollar im November 2021 auf circa 17.600 US-Dollar bis zum Juni 2022.

Doch nur weil der US-Markt möglicherweise seinen Boden gefunden hat, treffe das noch lange nicht auf den Bitcoin zu. Denn so einfach sei das leider nicht, so Morgan Stanley. Die US-Investmentbank kommt somit zu einer anderen Auffassung wie JPMorgan.

Dieser Rückgang sei zwar steiler als normal für die digitale Währung, und die Korrelation zu Aktien sei so hoch wie nie zuvor, aber es sei vielleicht noch zu früh, um den Tiefpunkt zu erkennen, zitiert CNBC Sheena Shah, Aktienstrategin von Morgan Stanley.

"Aufgrund dieser Beobachtungen ist es schwer zu sagen, ob der Bärenmarkt vorbei ist oder ob noch mehr kommt", so Shah. "Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem US-Aktienmarkt ist nach wie vor hoch, und beide reagieren empfindlich auf die Straffung durch die Zentralbanken.“

"Damit dieser Krypto-Zyklus einen Boden findet, würden wir erwarten, dass die Erwartung einer Kontraktion des Fiat-Geldangebots wieder expansiv wird oder dass die Krypto-Unternehmen den Krypto-Leverage wieder erhöhen", fügte sie hinzu.

Autor: Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion


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