Die Spotify-Aktie (WKN: A2JEGN) bietet derzeit ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 4,8 bei einer zuletzt ausgewiesenen Wachstumsrate von 27 % im Jahresvergleich. Basis für diese Werte ist bei mir der im dritten Quartal ausgewiesene Quartalsumsatz von 2,501 Mrd. Euro sowie eine Marktkapitalisierung von 48 Mrd. Euro. Die Wachstumsrate habe ich natürlich einfach aus dem letzten Quartalsupdate übernommen.

Natürlich mögen die Zahlen schön und gut sein, möglicherweise sogar attraktiv. Aber machen sie die Spotify-Aktie jetzt zu einem Kauf? Eine spannende Frage, der wir heute ein wenig auf den Zahn fühlen wollen.

Spotify-Aktie: Die Business-Basics

Grundsätzlich kennen vermutlich viele Investoren das Geschäftsmodell der Spotify-Aktie. Falls nicht: Hierbei handelt es sich um einen Musik-Streamingdienst, der zwei verschiedene Varianten besitzt. Eine erste, kostenlose und dafür werbefinanzierte Basis-Variante sowie eine gegen Gebühr, bei der es keine Werbung und keine weiteren Funktionen gibt. Beispielsweise das Anhören eigener Playlists, auch wenn man kein Internet hat. Das reicht offenbar, um viele Verbraucher zu überzeugen.

Derzeit besitzt das Ökosystem hinter der Spotify-Aktie 381 Mio. Nutzer. Eine Kennzahl, die ebenfalls konsequent wächst. Wobei sich 172 Mio. Premium-Nutzer gegen Entgelt in dieser Kennzahl befinden. Sowie weitere 220 Mio. Verbraucher, die auf das Basis-Model setzen. Falls dir die Diskrepanz zwischen den Zahlen aufgefallen ist: Ich weiß im Moment gerade auch nicht, wo die herkommt, sondern habe sie einfach nur aus dem anfänglichen Kennzahlen-Set übernommen.

Ein solides Wachstum ist mit dem Umsatzwachstum gegeben, auch das KUV könnte ziemlich attraktiv sein. Zumal die Spotify-Aktie inzwischen profitabel und cashflow-positiv wird. Aber mach das die Aktie alleine bereits zum Kauf?

Noch viele Chancen … aber auch eine Baustelle

Die Spotify-Aktie besitzt mit einem KUV von 4,8 und dem Umsatzwachstum von 27 % eine intakte Wachstumsgeschichte. Und es existiert die Chance, das eigene Geschäftsmodell noch deutlich zu erweitern. Wenn wir bedenken, dass das Ökosystem bereits mehr Nutzer insgesamt vorweisen kann als Netflix, so ist das interessant. Wobei eben nicht alle für den Dienst bezahlen.

Genau dieser Spread ist die Chance und die Baustelle zugleich. Das Management der Spotify-Aktie muss weiterhin an der Monetarisierung arbeiten. Die Nicht-Premium-Nutzer steuern lediglich einen Umsatzanteil von 323 Mio. Euro bei, bilden jedoch sogar noch die Mehrheit der Nutzerbasis. Wohingegen die etwas kleinere Minderheit der Premium-Nutzer für fast 2,2 Mrd. Euro an Erlösen steht.

Gelingt der Spotify-Aktie, die Nicht-Premium-Nutzer zu kostenpflichtigen Usern zu machen, so könnte die Aktie vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Dazu möchte das Management mit ersten, niederschwelligen und vergünstigten Angeboten die Nutzer locken. Im Zweifel scheint es jedoch auch Möglichkeiten per Werbung zu geben, die Monetarisierung zu verbessern. Zuletzt kletterte der Umsatz bei den Nicht-Premium-Nutzern schließlich um überproportionale 75 % im Jahresvergleich.

Wir erkennen daher sehr deutlich ein gigantisches Ökosystem hinter der Spotify-Aktie, das bereits heute eine großartige Chance ist. Aber auch einige Schwierigkeiten, einen größeren Teil der Nutzer stärker zu monetarisieren. Wobei es Fortschritte gibt, die ziemlich optimistisch stimmen. Mit einem KUV von 4,8 und einem bisherigen Umsatzwachstum von 27 % im Jahresvergleich könnte die Aktie einen näheren Blick verdienen.

Der Artikel KUV 4,8, Umsatzwachstum 27 %: Ist die Spotify-Aktie jetzt ein Kauf? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Spotify Technology.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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