ZUG (dpa-AFX) - Der Bauboom in Europa und höhere Preise haben dem Baustoffkonzern LafargeHolcim <CH0012214059> im ersten Halbjahr zu mehr Gewinn verholfen. Zudem profitierte der Konzern auch von Einsparungen im Vertrieb. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Franken (2,4 Mrd Eur), wie der Konkurrent von HeidelbergCement <DE0006047004> am Mittwoch in Zug mitteilte. Dies war etwas mehr als von Analysten erwartet wurde. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte, betrug das Plus knapp elf Prozent.

Die Erlöse gingen in der Berichtsperiode hingegen um 1,6 Prozent auf 13,1 Milliarden Franken zurück. Auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von 3,5 Prozent. Analysten hatten sich hier mehr erhofft. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 1,1 Milliarden Franken hängen, fast dreimal soviel wie im Vorjahr. Dazu beigetragen haben vor allem die deutlich niedrigeren Kosten, die aus dem Sparprogramm resultieren. Beim Schuldenabbau kommt das Unternehmen besser voran als geplant, hieß es. Die Nettoschulden beliefen sich Ende Juni auf 11,34 Milliarden Franken.

LafargeHolcim knüpft so weiter an die Erholung aus dem Jahr 2018 an. Der Konzern war nach einem milliardenschweren Verlust 2017 im vergangenen Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Konzernchef Jan Jenisch sprach von einem starken Halbjahresergebnis. Er ist jetzt noch zuversichtlicher, dass das Unternehmen die Jahresziele erreichen wird, wie er in einer Telefonkonferenz sagte. Denn neben den weiter gut laufenden Geschäften in Europa sei der Auftragseingang in Nordamerika ebenfalls erfreulich. LafargeHolcim geht für 2019 von einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von drei bis fünf Prozent aus. Das bereinigte Ebitda soll auf vergleichbarer Basis mindestens um fünf Prozent anziehen./mne/kro/jha/