FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschlands drittgrößte Landesbank Helaba dürfte das Corona-Jahr 2020 entgegen erster Erwartungen mit schwarzen Zahlen abgeschlossen haben. Noch zur Halbjahresbilanz hatte der seit 1. Juni amtierende Vorstandschef Thomas Groß einen Verlust der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) im Gesamtjahr nicht ausgeschlossen. Doch die Geschäfte liefen dann besser als erwartet, so dass die Bank im November für 2020 vor Steuern einen "deutlich zweistelligen" Millionengewinn in Aussicht stellte. An diesem Mittwoch (10.30 Uhr) legt das Frankfurter Institut die Bilanz vor.

Im Jahr 2019 hatte die Landesbank, die Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg mit Dienstleistungen versorgt, sowohl vor Steuern (533 Mio Euro) als auch nach Steuern (480 Mio Euro) schwarze Zahlen geschrieben. In den ersten sechs Monaten 2020 drückten die Turbulenzen an den Kapitalmärkten die Helaba in die Verlustzone. Bewertungsverluste auf Wertpapierbestände belasteten die Halbjahresbilanz.

Groß hat das Ziel ausgegeben, die Landesbank unabhängiger vom Zinsumfeld zu machen und Provisionserträge zu steigern. Als ein Wachstumsfeld sieht der neue Vorstandschef die Betreuung vermögender Privatkunden über die Helaba-Tochter Frankfurter Bankgesellschaft. Auch bei der Abwicklung von Zahlungsverkehr will die Helaba stärker mitmischen./ben/DP/fba