Inmitten düsterer Inflations- und Rezessionssorgen wird die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, optimistischer was das globale Wachstum angeht.

"Ich sehe jetzt keine Herabstufung, aber das Wachstum wird sich 2023 verlangsamen", zitiert CNBC Georgieva aus einem Interview auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

"Unsere Prognose lautet, dass wir gegenüber 2022 um einen halben Prozentpunkt zurückgehen werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass wir davon ausgehen, dass das Wachstum in diesem Jahr den Tiefpunkt erreicht und 2024 ein Jahr sein wird, in dem es mit der Weltwirtschaft endlich aufwärts geht", so Georgieva weiter.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose seit Oktober 2021 bereits dreimal nach unten korrigiert. Gegenüber CNBC erklärte Georgieva, dass es für die politischen Entscheidungsträger "noch nicht ganz" an der Zeit sei, die Zinssätze zu senken, da die Inflation trotz der Verlangsamung des Preiswachstums weiterhin hoch sei.

"Die Zentralbanken müssen aufpassen, dass sie ihren Fuß nicht zu früh von der Bremse nehmen", so Georgieva. Vergangene Woche erreichte die Inflationsrate in den USA den niedrigsten Stand seit Oktober 2021, während die Inflation in der Eurozone im Dezember den zweiten Monat in Folge zurückging.

Mit Blick auf China wiederholte Georgieva die vorherigen Prognosen des IWF. Demnach werde das Reich der Mitte zwar einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes verzeichnen, der Anteil am globalen Wachstum werde aber nicht mehr so groß sein wie in der Vergangenheit.

"Die Wachstumsraten in China werden nicht zu den Zeiten zurückkehren, in denen China etwa 40 Prozent des weltweiten Wachstums ausmachte, das wird nicht passieren", so Georgieva. Und weiter: Wenn China seinen Kurs beibehält, werde das Land bis Ende des Jahres die Wachstumsprognose des IWF von 4,4 Prozent erreichen."

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Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion

 


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