TOKIO (dpa-AFX) - Die globalen Lieferengpässe drücken weiter auf die Erholung der japanischen Ausfuhren vom Corona-Einbruch. Im Oktober legten die Exporte der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nur noch um 9,4 Prozent zu nach 13 Prozent im September, wie das Finanzministerium in Tokio am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab. Es war das erste Mal seit acht Monaten, dass Japans Exportwachstum nur noch einstellig ausfiel. Zudem fiel das Plus etwas geringer als von Experten erwartet aus.

Probleme bereitete vor allem der Chipmangel, der die Exporte der für Japan so wichtigen Autoindustrie drosselt. So sanken die Ausfuhren von Autos zum Vorjahr um 36,7 Prozent, nach einem Rückgang von 40,3 Prozent im Vormonat.

Wegen der geringeren Exporte und der weiterhin schwachen Nachfrage privater Haushalte war Japans Wirtschaft im dritten Quartal deutlicher geschrumpft als von Ökonomen erwartet. Um die Wirtschaft des Landes nach dem Einbruch durch die Corona-Krise anzukurbeln, wird die Regierung des neuen Regierungschefs Fumio Kishida möglicherweise noch in dieser Woche ein weiteres riesiges Konjunkturpaket schnüren./ln/DP/zb