Die Lithiumpreise setzen ihre wahnwitzige Rallye Aussagen der Experten von Benchmark Mineral Intelligence zufolge unvermindert fort. Vor allem die dramatisch gestiegene Nachfrage aus dem Automobilsektor habe zu dem rasanten Preisanstieg geführt, was innerhalb Chinas zuletzt zu einem „wilden Gerangel“ insbesondere um Lithiumkarbonat geführt habe, hieß es.

Nachdem der Preis für Lithiumkarbonat sich schon im vergangenen Jahr im Wert mehr als vervierfacht hat, schießt er laut Benchmark Mineral auch 2022 weiter in die Höhe. Die Auswertung zu Mitte März von Benchmark zeigt, dass batteriefähiges Lithiumkarbonat (EXW China, ≥99,5% Li2CO3) im Schnitt 76.700 USD pro Tonne kostete. Das ist ein Anstieg von 10% innerhalb von gerade einmal zwei Wochen und von 95% seit Jahresbeginn! Im März 2021 wurde das Material noch für „nur“ 13.400 USD pro Tonne gehandelt.

Auch der Preisausbruch bei Lithiumhydroxid, dem Material, das in der Herstellung von Kathoden mit hohem Nickelanteil verwendet wird, legt an Geschwindigkeit zu. Hier steht im bisherigen Jahresverlauf den Experten zufolge ein Plus von 120% zu Buche. Damit sinkt der Abschlag im Vergleich zu Lithiumkarbonat, das „normalerweise“ billiger ist.

Den Analysten von Benchmark zufolge würden Berichte besagen, dass die chinesischen Bestände an Lithiumhydroxid und Karbonat sowie des Ausgangsmaterials Spodumen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau liegen, was das extrem hohe Preisniveau stütze. Das werde auch kurzfristig noch anhalten, so die Experten, allerdings könnte die saisonale Wiederaufnahme der Lieferung einheimischen, aus Sole gewonnenen Lithiums die Lage am Markt für das Batteriemetall in einigen Wochen vermutlich zumindest leicht entspannen.

In erster Linie profitieren von dieser Entwicklung verständlicherweise die Lithiumproduzenten wie Allkem (WKN A3C8Z7) oder Livent (WKN A2N464). Aber auch die Juniors der Branche dürften wieder mehr Aufmerksamkeit am Markt erfahren – umso mehr, umso länger die wahnwitzige Lithiumrallye anhält.

Hier auf Goldinvest.de beobachten wir schon lange Portofino Resources (WKN A2PBJT / TSXV POR) und sind der Ansicht, dass die kleine Gesellschaft, die übrigens auch über interessante Goldprojekte verfügt, in naher Zukunft wieder auf dem Radar der Anlegergemeinde auftauchen könnte.

Das Unternehmen hat sich nicht nur vor Kurzem über einen extrem smarten Deal Zugriff auf spannende Lithiumprojekte in der Nähe von produzierenden oder zumindest fortgeschrittenen Lithium-Assets in Argentinien von z.B. Galaxy/Posco, Lithium Americas oder Rio Tinto verschafft. Portofino steht Verlautbarungen der letzten Wochen zufolge auch kurz davor, die Bohrungen auf seinem Lithiumprojekt Yergo in der argentinischen Provinz Catamarca wieder aufzunehmen. Positive Bohrergebnisse von dort würden das Unternehmen, dessen Marktkapitalisierung bei gerade einmal 10,7 Mio. CAD liegt, sicherlich in den Fokus vieler Anleger rücken.

Ebenfalls interessant erscheint uns die in der Mongolei tätige Ion Energy (WKN A2QCU0 / TSXV ION). Das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres eine Entdeckung mit bis zu 1.502 ppm Lithium von seinem Baavhai Uul-Projekt gemeldet und erst vor Kurzem ein spannendes Explorations-Joint Venture gemeldet, das die Explorationsflächen erheblich ausweitet. Hinzu kommt, dass, nachdem auch in der Mongolei nun die Corona-Einschränkungen gelockert wurden, das Management und das technische Team im Frühling in die Mongolei und auf das Projekt reisen wollen. Man sei gut aufgestellt um ein „kapitalintensives“ Explorationsprogramm auf dem Baavhai Uul-Projekt durchzuführen, hieß es zuletzt.

Beide genannten Unternehmen befinden sich mit ihren Projekten noch in einer vergleichsweise frühen Phase, sodass das Risiko hoch ist. Allerdings stehen dem, unserer Ansicht nach, gerade im aktuell extrem positiven Marktumfeld auch erhebliche Chancen gegenüber. Wir werden weiter berichten.

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