Für die Aktie der Lufthansa (WKN: 823212) begann am Montag eine neue Ära. Die Kranich-Airline, die lange Zeit eine Mitgliedschaft im DAX besessen hat, wird ab sofort in der zweiten deutschen Börsenliga geführt. Das Coronavirus und die Korrektur haben die bekannten Probleme weiterhin verschärft.

Apropos Probleme: Auch an dieser Front bleibt es weiterhin wackelig. Eigentlich, so schien es, hatte man sich auf eine Einigung mit dem deutschen Staat, den EU-Aufsichtsbehörden und auch dem Aufsichtsrat einigen können. Allerdings zeichnete sich zuletzt weiterer Widerstand ab.

Seit Beginn der neuen Börsenwoche ist außerdem klar: Der Beschluss auf der Hauptversammlung wird kein Selbstläufer. Schauen wir daher einmal, was Investoren wissen sollten. Sowie warum eine Insolvenz in Eigenregie wahrscheinlicher sein könnte denn je.

Das Coronavirus erschwert auch diese Krise

Die diesjährige Hauptversammlung der Lufthansa wird am 25. Juni dieses Jahres und somit in wenigen Tagen stattfinden. Aufgrund der Corona-Restriktionen wird sie in diesem Jahr in Form einer digitalen Veranstaltung stattfinden, an der Investoren mithilfe ihrer Aktionärsnummer und eines Passworts teilnehmen können.

Wie auch immer: Wie das Management der Lufthansa jetzt zu Beginn der neuen Woche resümierte, ist die Teilnahme in diesem Jahr wohl eher begrenzt. Carsten Spohr, CEO der Kranich-Airline, hat gesagt, dass wohl lediglich 38 % des Kapitals an der diesjährigen Versammlung teilnehmen werden. Das wiederum hat einen direkten Einfluss auf die Beschlussfähigkeit. Vor allem, was die Akzeptanz der erzielten Einigung angeht.

Wie das Management weiter ausführte, werde man bei der Hauptversammlung eine Zweidrittelmehrheit benötigen, um den Rettungsdeal beschließen zu können. Eine Mehrheit, die man womöglich in Anbetracht der begrenzten Teilnahme nicht erreichen kann.

Großinvestor Heinz Hermann Thiele, der zuletzt rund 15 % der Lufthansa hielt, hat schließlich bereits angekündigt, dass man mit den Formalitäten des Deals nicht einverstanden sei. Alleine ein Veto des Ankerinvestors könnte ausreichend sein, damit der Deal auf der Kippe steht.

Lufthansa fürchtet Insolvenzlösung

Das Management der Lufthansa hat sich in den letzten Wochen immer wieder für das Rettungspaket der Bundesregierung ausgesprochen. Auch deshalb hat man im Vorfeld darum gebeten, dass auch kleinere Privatinvestoren ihr Stimmrecht wahrnehmen sollten. Dabei ging es vermutlich darum, das Erfordernis einer Zweidrittelmehrheit zu umgehen. Ein Schritt, der offenbar nicht funktioniert hat.

Allerdings könnte es auch noch einen Hoffnungsschimmer geben: Thiele hat trotz Protest in den letzten Tagen erklärt, dass er nichts blockieren werde. Was das heißt, ist jedoch bislang noch offen. Und auch die Frage, ob der Ankerinvestor womöglich zunächst gegen den Staatsdeal voten wird.

Die Zukunftsfrage der Lufthansa könnte wenige Tage vor der Hauptversammlung fraglicher sein denn je. Es droht eine Zitterpartie mit ungewissem Ausgang. Beziehungsweise, dass man von einem Großinvestor abhängig ist, der sich im Moment noch nicht in die Karten blicken lässt.

Am 25. Juni wird es spannend!

Am 25. Juni dürfte es daher spannend werden. Fest steht jedenfalls, dass das Management der Kranich-Airline eine Zweidrittelmehrheit benötigt, um den Rettungsdeal durchwinken zu können. Wie wahrscheinlich ein solcher ist, das ist, wie gesagt, abhängig von Heinz Hermann Thiele. Hier könnte sich jedoch mittel- bis langfristig die Zukunft der Kranich-Airline entscheiden.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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