Manchmal scheint es wie verhext zu sein. Erst vor wenigen Handelstagen verkündete die Lufthansa (WKN: 823212), dass man mithilfe von etwas mehr Personal und Material einem weiteren Sommerchaos entgegenwirken möchte – und prompt tauchen infolgedessen zwei brisante Meldungen auf, die dennoch auf einen – zumindest operativ – stürmischen Sommer hindeuten könnten.

Lass uns daher am besten keine weitere Zeit mehr verlieren und direkt mal schauen, wo der Lufthansa prinzipiell neues Ungemach drohen könnte:

Streik und Brexit-Chaos in Sicht?

Wie der Lufthansa-Konkurrent EasyJet (WKN: A1JTC1) erst zu Beginn der neuen Woche verkündete, könnte der gesamten Luftfahrtbranche ein mögliches kurz- bis mittelfristiges Brexit-Chaos bevorstehen. Zumindest hat EasyJet nun auf die bisherigen politischen Wendungen und vorherrschenden Unsicherheiten reagiert, indem man im Weiteren etwas vorsichtiger in die für die Luftfahrtbranche wichtige zweite Jahreshälfte blickt. Durchaus eine Entwicklung, die prinzipiell natürlich auch die Lufthansa in ihren Bann ziehen könnte.

Zudem scheint auch vonseiten der Gewerkschaften neues Ungemach bevorzustehen. Wie die sogenannte Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) nun angedroht habe, könnten weitere Streiks im Sommer durchaus an der Tagesordnung sein. Zumindest, sofern sich die Lufthansa nicht bis zum 30. Juni gesprächsbereit zeige, würde es auf massive Streiks des Kabinenpersonals hinauslaufen, so die Flugbegleiterorganisation warnend in Richtung des Managements der Kranich-Airline.

Das Management der Lufthansa verweigert hingegen weiterhin die Gesprächsbereitschaft mit der UFO, weil man nach eigenen Aussagen an der Rechtmäßigkeit des Vorstands zweifele. Zudem halte man Warnstreiks generell für unwahrscheinlich, da bei Uneinigkeit prinzipiell ein Schlichtungsverfahren an der Tagesordnung sei. Auch hierbei könnte es sich daher durchaus auf den ersten Blick um brisante und Pulverfass-ähnliche News handeln, die der Lufthansa im kommenden Sommer etwas Ungemach bringen könnten.

Sommerchaos voraus?

Prinzipiell könnte es daher, trotz aller Bemühungen seitens der Lufthansa, durchaus weitere Faktoren geben, die auf ein neuerliches Sommerchaos hindeuten könnten. Sowohl ein unregulierter Brexit dürfte zumindest einige Passagiere in ihrem Flugverhalten verunsichern, was sich wohl oder übel im Zahlenwerk der Airline niederschlagen könnte.

Des Weiteren könnten neue Streiks dafür sorgen, dass zur Flughauptsaison, dem Sommer, möglicherweise einige Linien am Boden bleiben müssen, weil dennoch einige personelle Kräfte streikbedingt fehlen könnten. Das könnte natürlich auch die Aktie durchaus belasten.

Nichtsdestoweniger sollten alle Investoren dennoch kritisch hinterfragen, ob selbst eine solche pessimistische Entwicklung nicht bereits in der gegenwärtigen günstigen Bewertung der Lufthansa eingepreist sein dürfte. Zumal die Kranich-Airline, trotz massiver Probleme im vergangenen Jahr, unterm Strich dennoch ein starkes und nahezu rekordverdächtiges Zahlenwerk für das vergangene Geschäftsjahr 2018 präsentieren konnte, was man durchaus als starken Indikator für die derzeitige operative Stärke werten kann.

Unterm Strich könnten daher auch diese noch hypothetischen Warnzeichen daher halb so wild für die Lufthansa sein. Und ein weiteres Chaos wäre mit Sicherheit zumindest kein Weltuntergang für das Unternehmen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst