Da ist er, der Lufthansa (WKN: 823212)-Deal! Die Insolvenz ist vom Tisch, der Kranich darf weiterfliegen.

Insgesamt dürften alle Beteiligten zufrieden sein. Der Staat bekommt seine Anteile verführerisch günstig. Management, Mitarbeiter und Investoren können sich wieder auf das operative Geschäft konzentrieren.

Doch altgediente Lufthansa-Investoren werden sich trotzdem eine Träne verkneifen müssen. Denn trotz aller Rettungsbemühungen spielt der DAX-Evergreen demnächst wahrscheinlich in der zweiten Liga.

Ein guter Deal für alle Beteiligten

2,56 Euro pro Aktie – das nenne ich ein echtes Schnäppchen. Genauso viel muss der Bund nach den aktuellen Plänen für einen Anteil an der Kranich-Airline auf den Tisch legen. Selbst in dunkelsten COVID-19-Zeiten mussten Wald-und-Wiesen-Investoren noch mindestens rund 7 Euro pro Aktie zahlen.

Mithilfe einer Kapitalerhöhung soll eine Beteiligung des Bundes in Höhe von 20 % an der Lufthansa aufgebaut werden. Insgesamt summieren sich alle Kredite und Stabilisierungsmaßnahmen auf ein Volumen von über 9 Mrd. Euro.

Was Lufthansa-Investoren neben den nackten Zahlen besonders interessieren dürfte, ist, ob der Bund Einfluss auf das operative Geschäft nehmen wird. Der Staat als Unternehmer? Das klingt nach Problemen!

Ganz so schwierig wird es wohl nicht. Zwei Sitze im Aufsichtsrat sollen offenbar in Abstimmung mit der Bundesregierung besetzt werden. Die damit verbundenen Stimmrechte sollen nach dem aktuellen Plan allerdings nur im Fall einer Übernahme eingesetzt werden.

Damit dürfte klar sein, dass sich der Bund – trotz der massiven Hilfen – offenbar nicht ins operative Geschäft der Airline einmischen möchte. Eine sehr gute Nachricht für Lufthansa-Investoren!

Trotz Rettung könnte eine lange Ära zu Ende gehen

Doch die gute Laune könnte schnell ein Ende haben, wenn Lufthansa-Investoren das Wort „Fast Exit“ hören. Damit ist der Schleudersitz gemeint, der minderleistende DAX-Unternehmen in die zweite Liga bzw. den MDAX katapultiert.

Das ist an und für sich kein Beinbruch und bereits vielen einst supererfolgreichen Unternehmen widerfahren. Doch bei der Lufthansa-Aktie wäre es etwas Besonderes. Schließlich ist der Kranich seit Auflage 1988 DAX-Mitglied. 32 Jahre!

Noch ist nichts in Stein gemeißelt. Bis zum 4. Juni 2020 hat der DAX-Klassiker Zeit, um Speck anzusetzen. Bis dahin sollten die Lufthansa-Aktien, die sich im Streubesitz befinden, rund 3,5 Mrd. Euro wert sein, um den knallharten DAX-Regeln zu genügen.

Aber muss es immer der DAX sein? Im MDAX ist es doch auch ganz schön.

Prinzipiell ist gegen den Mittelstand nichts einzuwenden. Eine DAX-Mitgliedschaft bietet trotzdem gewisse Vorteile.

Der iShares Core DAX (WKN: 593393)-ETF hat derzeit ein Volumen von rund 5 Mrd. Euro. Im Gegensatz zu manch anderen ETFs werden bei diesem ETF die Aktien, die sich im Index befinden, tatsächlich erworben. Auch die Lufthansa-Aktie, sofern sie denn ein Teil des Index ist.

Der iShares MDAX (WKN: 593392)-ETF ist nicht nur Mittelstand, sondern auch nur mittelgroß. Rund 1,3 Mrd. Euro verteilen sich hier auf 60 Aktien. Hier ist die Konkurrenz ums knappe Kapital schon wesentlich größer (Stand für alle Zahlen: 26.05.2020)!

Das wird ein harter Kampf

Der Lufthansa-Deal wirkt auf mich nicht wie eine Verzweiflungstat, sondern wie eine fein säuberlich ausgeführte Rettungsaktion. Am Ende könnten beide Parteien als Gewinner vom Platz gehen.

Eine Insolvenz der Lufthansa wäre aus meiner Sicht wesentlich unangenehmer gewesen – nicht ausschließlich, aber natürlich auch für Lufthansa-Investoren. Doch ob die Lufthansa-Aktie im MDAX ihren Glanz als Deutschlands Top-Airline aufrechterhalten kann?

Der Kranich als Mittelständler – dieser Gedanke will sich in meinem Kopf noch nicht so richtig festsetzen. Gut möglich, dass viele Investoren in der nächsten Zeit das Interesse verlieren werden. Eine Rückkehr in den DAX ist natürlich nicht ausgeschlossen – doch das wird ein harter Kampf!

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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