FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem wohl schwierigsten Geschäftsjahr der Firmengeschichte tritt der Lufthansa-Vorstand an diesem Dienstag (10.00 Uhr) vor die Aktionäre. Bei der erneut nur im Internet abgehaltenen Hauptversammlung steht der Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro aus dem Vorjahr genauso zur Diskussion wie der Kurs aus der Corona-Krise. Eine Dividende für die Aktionäre soll es angesichts des immer noch geringen Flugverkehrs erneut nicht geben.

Nach der Rettung mit 9 Milliarden Euro Staatshilfe ringt der Konzern um seine Eigenständigkeit. Der Vorstand will sich von den Eigentümern einen Vorratsbeschluss beschaffen, um zu einem noch unbekannten Zeitpunkt bis zu 5,5 Milliarden Euro neues Eigenkapital aufnehmen zu können, was die Anteile der Alteigentümer verwässern würde.

Vor dem Aktionärstreffen haben die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment und Umweltschützer größere Anstrengungen verlangt, die Umweltbelastungen durch das Fliegen zu mindern. Auf Kritik stieß auch der bereits vollzogene und der künftige Personalabbau./ceb/DP/stw