BERLIN (dpa-AFX) - Aus Sicht des Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), ist ein weiteres Treffen der Länderchefs noch vor Weihnachten nicht unbedingt erforderlich. "Ich glaube, dass es zurzeit nicht wirklich dringend nötig ist, zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen, weil wir ja Verabredungen getroffen haben im Dezember, die in jede Richtung Spielräume lassen", sagte der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt am Montag in Berlin. "Die, die hohe Zahlen haben und noch mehr tun müssen, können es auch auf Grundlage unserer letzten Beschlüsse", erklärte der SPD-Politiker.

"Alles, was Herr Söder jetzt für Bayern angekündigt hat, ist ja etwas, was wir in Berlin auch schon vor Wochen beschlossen haben, weil unsere Zahlen eben hoch waren." Jetzt könne der bayerische Ministerpräsident entsprechend ebenfalls handeln oder andere wie in Sachsen.

"Wiederum andere Kolleginnen und Kollegen wie in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern mit sehr niedrigen Zahlen können mit der Situation etwas entspannter umgehen", sagte Müller. "Wir haben eigentlich für alle Varianten im Dezember eine gute Grundlage beschlossen." Aber natürlich gingen die Gespräche weiter. "Wir werden das miteinander besprechen und abstimmen, ob und in welcher Form wir uns verständigen müssen", so der Regierende Bürgermeister.

"Wir haben uns ja auf einen Fahrplan verständigt. Wir haben uns darauf verständigt, dass mindestens Frau Merkel, Herr Söder und ich miteinander in Kontakt bleiben und wir wieder jeweils mit den jeweiligen CDU- und SPD-Ministerpräsidentinnen und -präsidenten den Kontakt halten. Und spätestens am 4. Januar wollen wir ja auch wieder in der Ministerpräsidentenkonferenz zusammenkommen."

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hatte am Sonntag eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz noch vor Weihnachten ins Gespräch gebracht./ah/DP/eas