Die Dividendenaktie der Münchener Rück (WKN: 843002) macht erneut Schlagzeilen. Im Fokus steht dabei das Russlandgeschäft. Als DAX-Rückversicherer zieht sich das Management unter bestimmten Umständen operativ aus der Region zurück. Zumindest solange schützenswerte Menschen oder Unternehmen davon nicht betroffen sind und es mit der Sanktionslage in Einklang zu bringen ist.

Natürlich ist das eine eher negative Schlagzeile für die Münchener Rück. Aber der Chance könnte das trotzdem nicht abträglich sein. Blicken wir auf diese „neue“ Ausgangslage und die noch immer attraktive, fundamentale Bewertung dieser Dividendenperle.

Münchener Rück: Kaum Auswirkungen durch Russland-Stopp?

Wie das Management der Münchener Rück mitteilte, sei man erschüttert über die Wendungen im Ukraine-Konflikt. Es sei nach Ansicht des Managements ein völkerrechtswidriger Akt, der inakzeptabel sei. Der Versuch, das Recht des Stärkeren durchzusetzen, könne nicht toleriert werden.

Aus diesem Grund zieht sich der Rückversicherer aus der Region zurück. Das Neugeschäft sei komplett eingestellt worden. Bestehende Verträge würden nicht erneuert. Mit den Kapitalanlagen würde ähnlich verfahren, wie es weiter heißt. Konkret scheint sich hier auch ein zügiger, jedoch geordneter Rückzug anzubahnen.

Im Endeffekt sind die Auswirkungen natürlich entscheidend. Konkrete Zahlen gibt es dabei zunächst nicht. Aber erste Analysten titeln in die Richtung, dass die Auswirkungen doch eher begrenzt sein dürften. Auch eine Aktualisierung der eigenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 oder die mittelfristige Prognose hat es nicht gegeben. Vieles spricht daher dafür, dass dieser Schritt weitgehend Business-As-Usual zulässt.

Weiterhin attraktiv bewertet!

Das führt wiederum zu der Erkenntnis, dass die Aktie der Münchener Rück noch immer attraktiv bewertet ist. Auf einem Aktienkurs von 240,95 Euro liegt die Dividendenrendite bei knapp über 4,5 %. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit einem Wert von unter 12 eher günstig. Das Management rechnet bis zum Jahre 2024 mit einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich, um den auch die Dividende je Aktie erhöht werden soll. Dieses Gesamtbild skizziert einen moderat wachsenden, dividendenstarken Konzern mit einer attraktiven Gesamtbewertung.

Auch Aktienrückkäufe schaffen mehr Werte für Investoren, indem sie die Basis ausstehender Aktien verringern. Damit ist die Investitionsthese bei der Dividendenaktie Münchener Rück eigentlich ungebrochen. Foolishe Investoren sollten sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist das attraktive, derzeit starke Kerngeschäft, das zuletzt ein solides Wachstum gezeigt hat und jetzt zu einer attraktiven Bewertung mit einer hohen Dividendenrendite noch vor der DAX-Dividendensaison zu haben ist.

Der Artikel Münchener Rück: Russland-Stopp vs. 4,5 % Dividendenrendite? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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