Die Aktie von Manz (WKN: A0JQ5U / ISIN: DE000A0JQ5U3) wurde im ersten Quartal 2020 auf in der Spitze zehn Euro zurückgeschlagen, was einen historischen Tiefststand bedeutete. Grund für den scharfen Kurseinbruch war der Corona-bedingte Einbruch der Automobilindustrie, der auch auf die Zulieferer durchschlug.

Doch von diesem Kursboden aus startete für die Manz-Aktie eine steile Aufhol-Rallye, im Zuge der sich die Notierungen bis Ende Mai 2021 zeitweise mehr als verfünffachen konnten. Gut möglich ist, dass sich der starke Kursaufschwung der vergangenen Monate hier weiter fortsetzen wird, denn die weiteren Geschäftsaussichten für den Hightech-Maschinenbauer hellen sich immer weiter auf.

Folgeauftrag an Land gezogen

Wie Manz nun vermeldete, verzeichnet das Unternehmen ein zunehmendes Interesse für Anlagen zur Realisierung des neuartigen Packaging-Verfahrens für Mikrochips, dem sogenannten Fan-Out Panel Level Packaging (FOPLP). Der Meldung zufolge hat Manz von einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Mikrochip-Herstellung einen Folgeauftrag im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten.

Laut dem Manz-Chef Martin Drasch wird es gerade in der Automobilindustrie wegen des Megatrends Elektromobilität und autonomes Fahren zu einem sprunghaften Anstieg der verbauten Chips kommen.

Den Manz-Anlagen zur Realisierung des Fan-Out Panel Level Packaging komme hierbei eine entscheidende Rolle zu. Drasch zufolge hat das FOPLP neben einer deutlichen Reduktion von Volumen, Dicke, Gewicht und Herstellungskosten auch signifikant positive Auswirkungen auf die thermische Leitfähigkeit und Geschwindigkeit der Bauteile.

Manz profitiert von Megatrends wie Digitalisierung und Elektromobilität. Das schlug sich zuletzt wieder einmal in einem hohen Auftragsbestand nieder, der deutlich über dem Vorjahrsniveau liegt. (Bildquelle: Pressefoto Manz AG)

Profiteur des Chip-Booms

Der Manz-Chef erklärte, dass Elektromobilität und autonomes Fahren in den vergangenen Jahren für einen sprunghaften Anstieg der in den Autos verbauten Sensoren geführt hat. Das gelte auch für die Anzahl der Chips in Smartphones. Wegen dieser Entwicklungen können Drasch zufolge Zulieferer im Bereich Fan-Out Panel Level Packaging in den kommenden Jahren mit einem starken Umsatzzuwachs für Produktionsanlagen von über 20 Prozent pro Jahr rechnen.

Betriebsgewinn verdoppelt

Das in Reutlingen ansässige Unternehmen, das neben Auto- und Industrieelektronik unter anderem auch Solarmodule, Displays, Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren fertigt, konnte zuletzt Anfang Mai wieder einmal mit starken Geschäftsergebnissen aufwarten. So wurde der Betriebsgewinn (EBITDA) mit 14,3 Mio. Euro im ersten Quartal 2021 auf Jahressicht verdoppelt. Auch der hohe Auftragsbestand von 170,1 Mio. Euro (Vorjahr: 152,8 Mio. Euro) zeigt, dass die Geschäfte im laufenden Jahr weiter anziehen dürften.

Hier liegen die nächsten Kursziele

An der Börse dürfte Manz (aktueller Kurs: 53 Euro) in Kürze ein neues Kaufsignal generieren, wenn der Ausbruch über das April-Top bei 60 Euro gelingt. Das nächste Kursziel wäre dann das 2015er-Jahreshoch bei 96 Euro. Die Aktie bleibt damit aussichtsreich.

Anleger, die mit einer Fortsetzung der Kurs-Rallye bei der Manz-Aktie rechnen, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA599Z / ISIN: DE000MA599Z3) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto Manz AG

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