Das 1987 gegründete Unternehmen McAfee gilt als einer der Pioniere in der IT-Sicherheits- und Antiviren-Branche. Nach einer langen Zeit des öffentlichen Handels wurde das Unternehmen privatisiert. Die Firma mit Sitz in Kalifornien war von Beginn an an der Börse notiert, bis es  2010 von Intel übernommen wurde. Der Chip-Gigant erwarb McAfee für 7,7 Milliarden US-Dollar. Sieben Jahre später machte Intel McAfee unabhängig und Hauptaktionär wird der Finanzinvestor TPG. Intel behält jedoch 49% der Aktien. Im selben Jahr hat auch Thoma Bravo eine Minderheitsbeteiligung übernommen.

Hohe Nachfrage nach McAfee-Produkten

In einer Zeit, in der eine starke Nachfrage nach Software besteht, um Verbraucher und Unternehmen vor Viren, Spyware, Phishing, Identitätsdiebstahl und anderen Bedrohungen der Cybersicherheit zu schützen, tritt McAfee wieder als eigenständiges Unternehmen auf. Nichtsdestotrotz ist das Unternehmen von starker Konkurrenz umgeben. Es muss gegen etablierte Rivalen, wie Norton Lifelock (NLOK), Trend Micro (TMICF), das zu Broadcom (AVGO) gehörende Unternehmen Symantec und Palo Alto Networks (PANW) bestehen.

Hierfür zieht sich McAfee Anfang des Jahres einen Veteran der Technologiebranche, Peter Leav, als CEO in Land. Dieser leitete vorher die Technologiefirmen BMC Software und Polycom. 

Der Plan zur Schuldentilgung

Mit Leav schafft es das Unternehmen im ersten Halbjahr von 2020 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar zu erzielen, was fast 9% mehr als vor einem Jahr entspricht. Trotz eines kleinen Gewinns in den ersten beiden Quartalen bestehen noch immer Schulden in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar. Ein Teil dieser soll mithilfe des ca. 525-Millionen-Dollar-Erlöses aus dem Aktienverkauf getilgt werden. 

Unglückliche Börsen-Rückkehr

Am Donnerstag kehrte die Firma auf den Aktienmarkt zurück. Dafür wurden knapp 620 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Weitere 120 Millionen Dollar wurden durch den Verkauf von Anteilen eingenommen. Doch die Rückkehr ist kein Erfolg. 

Der erste Kurs beträgt 18,60 US-Dollar und liegt damit 7% unter dem Ausgabepreis von 20,00 US-Dollar. Die Anteilsscheine sind dann im bisherigen Handelsverlauf bis auf 19,50 USD. gestiegen und notierten zuletzt bei bescheidenen 18,50 USD.