25.06.2020 - Die Lufthansa AG(ISIN: DE0005419105) rechnete bereits mit der Insolvenz. Heute dann High-Noon auf der außerordentlichen Hauptversammlung: Der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr appellierte heute nochmals an die "Verantwortung" der Aktionäre für das Unternehmen und betonte die absolute Notwendigkeit für den Fortbestand des Unternehmens die 9 Mrd. EUR vom Staat zu erhalten.Die Alternative Insolvenz oder Schutzschirmverfahren führe auch mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem mehr oder weniger Totalverlust für die Aktionäre - ein dezenter Hinweis zuzustimmen, um sein Investment in Lufthansa zu sichern. Und dann kam das Ergebnis. Das Ergebnis wurde seit Heinz-Hermann Thiele gestern bereits seine Zustimmung signalisiert hatte, wohl genau so erwartet. Davor "quälten" die Aktionäre den Vorstand noch mit vielen kritischen Fragen. Insbesondere Thiele legte einen ganzen Fragenkatalog vor - mit dem Tenor, warum man keine Alternativen zum Staatspaket gesucht hätte? Immer im Hinterkopf die klaren Worte von Scholz, dass der "Deal" nicht nachverhandelt werde. Aber die Aktionäre haben das Recht zu fragen, was sie nutzten, und die staatliche Rettung ist ja auch nicht billig oder umsonst. Insbesondere ist die Frage, wann der Staat wieder aussteigt, interessant - die Commerzbank ist ein warnendes Menetekel. Jedoch die Alternativen fehlten - und so das klare Votum am Ende des Frage-Antwort-Spiels der außerordentlichen Hauptversammlunng:

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