SCHWERIN (dpa-AFX) - Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich weiter für Touristen. In einer sechsstündigen Kabinettsklausur am Dienstag in Schwerin verständigte sich die Ministerrunde nach dpa-Informationen darauf, dass Busreisegruppen aus anderen Bundesländern spätestens ab 10. Juli wieder Tagesfahrten in den Nordosten unternehmen dürfen. Individueller Tagestourismus aus anderen Bundesländern nach MV mit Bahn oder Auto bleibt aber weiterhin untersagt.

Hintergrund ist, dass die Behörden im Fall von Corona-Infektionen wissen wollen, wer im Land gewesen ist, um Infektionsketten aufspüren zu können. Busreise-Unternehmen haben die Daten ihrer Reisegäste. Urlauber aus anderen Bundesländern, die in Mecklenburg-Vorpommern übernachten, dürfen bereits seit dem 25. Mai wieder im Nordosten sein. Bislang ist bei Feriengästen in MV noch keine Corona-Infektion nachgewiesen worden.

Zudem können sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit. Derzeit werden täglich zwischen einem und drei Fälle gemeldet./fp/ili/DP/jha