LUXEMBURG (dpa-AFX) - Sauerstoffgeräte, Schutzkleidung, Test-Equipment: Mit solchen Produkten für den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie haben die EU-Staaten 2020 deutlich stärker gehandelt als im Vorjahr. Die Importe aus Nicht-EU-Ländern stiegen bei Gütern mit Covid-19-Bezug um 10 Prozent, die Exporte in Nicht-EU-Länder um 6 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. In vielen anderen Bereichen ging der Außenhandel 2020 demnach stark zurück. Dies gilt auch für ähnliche medizinische Produkte ohne direkten Bezug zur Corona-Pandemie.

Häufiger in die EU importiert wurden etwa Schutzkleidung (plus 40 Prozent), Sauerstoffgeräte (39), Desinfektionsmittel und Diagnosegeräte (jeweils 20). Die stärksten Zuwächse bei den Exporten gab es bei Desinfektionsmitteln (plus 16 Prozent) und Test-Equipment (15).

Vor allem im ersten Halbjahr 2020 handelten die EU-Staaten solche Produkte stärker mit Nicht-EU-Ländern: Eurostat verzeichnet für diesen Zeitraum ein Plus von 13 beziehungsweise 9 Prozent bei Importen und Exporten. Im zweiten Halbjahr 2020 fiel der Anstieg im Vergleich zu 2019 mit 8 beziehungsweise 3 Prozent kleiner aus./gba/DP/jha