Düsseldorf (dpa) - Die rund 5000 Beschäftigen des Kraftwerksbetreibers Uniper bekommen mehr Geld. Der Düsseldorfer Konzern, die Gewerkschaft Verdi und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) einigten sich bereits am Freitagabend auf einen neuen Tarifvertrag, wie die Tarifparteien mitteilten.

Die Einigung sieht eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um insgesamt 5,6 Prozent vor. In einem ersten Schritt werden die Entgelte rückwirkend zum 1. Januar um 2,4 Prozent angehoben. Am 1. Dezember 2019 erfolgt eine weitere Anhebung um 3,2 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Auch die Ausbildungsvergütungen werden kräftig steigen.

«Nach sehr zähen Gesprächen haben wir uns auf einen akzeptablen Kompromiss geeinigt», sagte Verdi Verhandlungsführer Immo Schlepper. Uniper-Verhandlungsführer Ulrich Köster sprach von einem tragfähigen Kompromiss, der das schwierige Marktumfeld berücksichtige und dem Unternehmen durch die lange Laufzeit Planungssicherheit biete.

Verdi und die IG BCE waren mit der Forderung in die Verhandlungen gegangen, den Beschäftigten 6,8 Prozent mehr zu bezahlen - bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.

Verdi-Mitteilung