FREIBERG/BITTERFELD-WOLFEN (dpa-AFX) - Sachsen und Sachsen-Anhalt können mit zwei neuen Werken für die Solarindustrie rechnen. Die Aktionäre des Schweizer Unternehmens Meyer Burger stimmten am Freitag einer Kapitalerhöhung zu, mit der die Investitionen finanziert werden sollen. Zuvor hatte Meyer Burger angekündigt, an zwei Standorten in die Fertigung von Solarmodulen einsteigen zu wollen. Dafür planen die Schweizer 165 Millionen Franken in beiden Bundesländern ein.

Bisher hat das Unternehmen vor allem Maschinen zur Produktion von Solarzellen und Solarmodulen verkauft und unterhält dafür einen größeren Standort im sächsischen Hohenstein-Ernstthal. Ab dem kommenden Jahr sollen im sachsen-anhaltischen Bitterfeld-Wolfen Solarzellen und im sächsischen Freiberg Module hergestellt werden. Zum Start im ersten Halbjahr 2021 will Meyer Burger zunächst Solarzellen und -module mit einer Kapazität von jeweils 400 Megawatt in den beiden Werken produzieren. Langfristig sollen rund 3000 Arbeitsplätze entstehen./raz/hnl/DP/men