BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Rüstungsindustrie arbeitet derzeit laut Bundesverteidigungsministerium nicht an der Entwicklung von Hyperschallwaffen, wie sie Russland im Ukraine-Krieg eingesetzt haben soll. "Dass es jetzt im Moment konkrete Entwicklungsprojekte gibt, um eigene solche Waffen herzustellen, das kann ich Ihnen nicht bestätigen", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Zugleich bekräftigte er: "Es ist ein Thema auf jeden Fall auch für uns." Es werde als "Thema der Zukunftsentwicklung" untersucht und "auch konsequent vorangetrieben".

Russland hatte die neue Waffe in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben zwei Mal in der Ukraine eingesetzt. Nach russischen Angaben fliegen die etwa acht Meter langen Raketen extrem schnell und extrem hoch, bleiben dabei aber manövrierfähig. Sie sind daher nur sehr schwer abzufangen.

Dass an diesen Raketen seit vielen Jahren gearbeitet werde, sei bekannt, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. "Wir erleben sie jetzt das erste Mal auch sehr öffentlichkeitswirksam im Gefecht." Es sei allerdings sehr schwer zu verifizieren, ob diese neue Waffe tatsächlich zum Einsatz gekommen sei. Man beobachte die Ereignisse aber sehr genau und schaue, welche Erkenntnisse daraus für die eigene Waffenentwicklung zu ziehen seien./sk/DP/ngu