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Düsseldorf, 14.10.2014: Die 7,25%-Anleihe von Seidensticker bezahlen Anleger bislang ständig mit Kursen über dem Nennwert. Das positive Bild könnte sich jedoch als Fehlfarbe erweisen. Die Meldungen aus der Firmenzentrale des Hemdenherstellers ähneln zwar regelmäßig Hurra-Meldungen: "Klare Strategie fördert Wachstum", "Retail weiter auf dem Vormarsch". So oder so ähnlich lesen sich die Überschriften aus Bielefeld. Warum Creditreform jetzt das Rating auf ein schwaches "B+" gesenkt hat, das steht nicht in einer solchen Überschrift: "Deutlicher Verlust im jüngsten Geschäftsjahr." Und dass die Familienfirma für das neue Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet, das hat jedenfalls die Rating-Gutachter nicht überzeugt.

Die Planungen für das jüngste Geschäftsjahr haben sich auch schon als Makulatur erwiesen. Oder ist der deutliche Verlust mehr das Ergebnis von Bereinigungen, die jeder neue Geschäftsführer erst mal vornimmt, um später sein eigenes Wirken als größeren Erfolg feiern lassen zu können. Mit Martin Friedrich hat die Familie Seidensticker im Sommer einen neuen Chef bestellt. Er soll sicherstellen, dass die Hemden-Herren 2019 feiern können: Das 100jährige Bestehen und die 2018 erfolgte Rückzahlung der 30-Mio-Anleihe. Wer sich den Zweifeln von Creditreform anschließt, bekommt jetzt sogar noch mehr als den Nennwert zurück.

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