Nach BioNtech & Pfizer, hat am Montag auch der US-amerikanische Biotech-Konzern Moderna eine Zulassung seines Vakzins für Kinder und Jugendliche bei der EMA beantragt. 

Moderna beantragt EU-Zulassung von Corona-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren. 

Laut Angaben des Unternehmens basiere der Antrag auf einer Phase-2/3-Studie mit dem Moderna-Impfstoff namens mRNA-1273, welcher an 2.500 Heranwachsenden aus den USA zwischen 12 und 18 Jahren getestet wurde. Das Ergebnis: Das Vakzin soll in dieser Altersspanne eine Wirksamkeit von 100 Prozent aufweisen. Die Sicherheits- und Verträglichkeitsmerkmale seien die gleichen wie in der Phase-3-Studie für Personen über 18 Jahren. Weiterhin teilt Moderna mit, dass der Impfstoff  „im Allgemeinen gut vertragen“ werde. 

Moderna-CEO Stephane Bancel äußert sich zum Antrag wie folgt: „Wir sind ermutigt, dass der Moderna Covid-19-Impfstoff (…) bei Jugendlichen hochwirksam ist“. Angeblich beantrage Moderna auch eine Zulassung des Vakzins für Kinder und Jugendliche in Kanada und bald auch in den USA. 

Für die Impfung von Erwachsenen ist das Moderna-Präparat in der Europäischen Union seit dem 6. Januar bedingt zugelassen und wurde seither millionenfach verabreicht. Anfänglich wurden von der EU-Kommission 160 Millionen Dosen für die 27 Mitgliedstaaten bestellt. Im Februar wurde ein weiterer Vertrag über bis zu 300 Millionen Dosen unterzeichnet.

Impfstoff-Rally am Montag: Moderna-Aktie legt bis zu 9 Prozent zu

Die Nachricht über eine wahrscheinliche Zulassung für Heranwachsende ließ die Moderna-Aktie am Montag in die Höhe schießen. Um bis zu satte 9 Prozent ging es für den Titel ins Plus. Im Frankfurter Handel wurde das Tageshoch am Montag bei 186,78 Euro erreicht. Zu Handelsschluss notiert das Papier mit einem Plus von 6,71 Prozent bei 181,20 Euro. 

Zum ersten Mal in seiner Geschichte schaffte es die Moderna-Aktie am gestrigen Handelstag die 200-Dollar-Marke  zu durchbrechen. An der Nasdaq war der Titel am vergangenen Abend 222,13 US-Dollar wert. 

Mit Beginn des US-Aktienhandels am Montag ist jedoch auch die Nachfrage nach Papieren anderer namhafter Corona-Impfstoffhersteller wie CureVac oder BioNTech weiter gestiegen, die alle vor allem in New York über Depository Receipts (ADR) gelistet sind. Curevac stieg an der Nasdaq-Börse um 6,79 Prozent und schaffte es wieder auf die 120-Dollar-Marke. BioNTech übertrifft diesen Wert mit 7,24 Prozent sogar noch. Wie bei Moderna reichte es auch hier aus, um einen neuen Rekord aufzustellen. Für einen BioNTech-ADR wurde zum ersten Mal bis zu 200 US-Dollar gezahlt. /sf