BOCHUM (dpa-AFX) - Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum im Fall des mutmaßlichen Betrugs in Corona-Schnelltestzentren beschränken sich bislang auf ein einziges in Bochum ansässiges Unternehmen. "Bei der Staatsanwaltschaft Bochum gibt es derzeit keine Ermittlungen gegen weitere Firmen", sagte Staatsanwalt Timo Dörffer am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ihm sei nicht bekannt, ob es ähnliche Verfahren bei anderen Staatsanwaltschaften gebe.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität ermittelt wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen zwei Verantwortliche der Firma. Sie befinden sich seit Freitag in Untersuchungshaft. Im Zuge der Ermittlungen waren Ende Mai Geschäftsräume und Privatwohnungen im Ruhrgebiet durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt worden. Anlass der Ermittlungen waren Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" (SZ).

"Es könnte ein größeres Verfahren werden", sagte Dörffer weiter. Die Ermittlungen dauerten an und würden "unter Hochdruck" laufen. Nähere Einzelheiten etwa zur mutmaßlichen Schadenshöhe oder zur Identität der beiden Inhaftierten machte die Behörde weiterhin nicht./tob/DP/men