BERLIN (dpa-AFX) - Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Bernhard Krüsken, hat sich dafür ausgesprochen, einen Teil der geplanten Soforthilfen des Bundes im Zusammenhang mit den Hochwassern in mehreren Teilen Deutschlands auch den Landwirten zukommen zu lassen. "Es ist wichtig und richtig, dass auch die landwirtschaftlichen Betriebe bei den Soforthilfen bedacht werden. Die Landwirtschaft ist massiv von der Flutkatastrophe betroffen", sagte Krüsken am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Forderung von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU), auch die landwirtschaftlichen Betriebe im geplanten Sofortprogramm der Bundesregierung zu berücksichtigen, begrüßte der Verband. "Wir bewerten diese Forderung durchweg positiv", sagte Krüsken.

In einem aktuellen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) dringt Klöckner auf finanzielle Unterstützung des Bundes für die Bauern in den von Hochwasser betroffenen Gebieten. Der Bauernverband schätzt, dass der Schaden für die Landwirtschaft den der Hochwasserereignisse an Elbe und Donau im Jahr 2013 übersteigen werde. Exakt könne die Schadenssumme aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden, erklärte Krüsken weiter.

Am Mittwoch will das Bundeskabinett ein Programm mit Soforthilfen für die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Deutschland verabschieden. Man orientiere sich für die Festlegung der Summe an der letzten Flut, also an etwa 400 Millionen Euro, hatte Finanzminister Scholz am Sonntag bei einem Besuch im bayerischen Hochwassergebiet erklärt./faa/DP/nas