BERLIN (dpa-AFX) - Nach der der fehlerhaften Vergabe von 282 Medizinstudienplätzen an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main streben die Bundesländer nach Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Lösung bis Mitte des Monats an. "Es ist gut, dass die Länder sich jetzt auf ein Vorgehen geeinigt haben, auch um die Goethe-Universität nicht allein mit den Problemen zu lassen und für die Bewerberinnen und Bewerber Klarheit zu schaffen", teilte KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) am Donnerstagabend auf Nachfrage mit. Zuvor hatte es Beratungen von Ländervertretern zum Thema gegeben.

Klarheit soll es nach Priens Angaben bis Mitte September geben. Die Länder befänden sich dazu in engen Abstimmungen mit den Hochschulen. Die Einrichtungen sollen demnach freiwerdende Studienplätze bis zum Freitag nächster Woche an die Stiftung für Hochschulzulassung melden, die für die zentrale Studienplatzvergabe bei Medizinstudienplätzen zuständig ist, damit die Betroffenen doch noch untergebracht werden können.

Durch einen Übermittlungsfehler hatte die Frankfurter Universität der Stiftung für Hochschulzulassung zu viele freie Plätze gemeldet. Dadurch bekamen 251 Bewerber für Medizin und 31 Bewerber für Zahnmedizin zunächst eine Zusage für Frankfurt, die aber einen Tag später wieder zurückgenommen wurde. Für die Zahnmediziner gibt es inzwischen eine Lösung, sie dürfen nun doch in der Stadt studieren. Den meisten der 251 angehenden Humanmediziner wird wahrscheinlich nur der Gang an eine andere Universität bleiben./jr/DP/jha