BERLIN (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie gibt es nach den Warnstreiks eine weitere Verhandlungsrunde am Donnerstag (16.00 Uhr). Die Gewerkschaft IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen will nicht einfach den Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen übernehmen, sondern darüber hinaus die Arbeitsbedingungen im Osten an den Westen angleichen. Dabei geht es in der vierten Runde um den Tarif für die rund 110 000 Branchenbeschäftigten in Berlin und Brandenburg.

In Sachsen hatte es schon am Montag die vierte Runde mit den Arbeitgebern gegeben. Sie blieb ohne Einigung. Darauf folgten am Mittwoch in den drei Bundesländern weitere Warnstreiks.

Bundesweit sind 3,8 Millionen Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Im Bezirk Nordrhein-Westfalen hatte es vor drei Wochen eine Tarifeinigung gegeben. Sie sieht neben einer Corona-Prämie von 500 Euro in diesem Jahr dauerhafte Sonderzahlungen ab 2022 vor, die in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen für einen finanziellen Ausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit verwendet werden können./bf/DP/he