Negativzinsen ab dem ersten Euro sind ein großes Thema für viele Sparer. Einige Banken gewähren ihren Kunden zumindest etwas Aufschub. Oder Freibeträge. Das bedeutet, dass man zumindest 100.000 Euro oder andere Beträge geschützt hat.

Das fällt im Falle von Negativzinsen ab dem ersten Euro natürlich weg. Wie wir in Anbetracht aktueller Nachrichten bezüglich der Zinsentwicklung feststellen können, führen einige Banken solche Konditionen ein. Teilweise auch ab 1.000 Euro oder Schweizer Franken. Eine Belastungsprobe für all diejenigen, die solche Konten nutzen.

Fragt sich bloß, wie man Negativzinsen ab dem ersten Euro begegnen kann. Hier sind jedenfalls meine drei Hausmittelchen, über die du einmal nachdenken solltest. Vor allem, wenn du betroffen bist.

Negativzinsen ab dem ersten Euro: Wechseln!

Falls dein Geldhaus Negativzinsen ab dem ersten Euro – womöglich zusätzlich zu Kontoführungsgebühren – einführt, wäre mein erster, naheliegender Schritt: Ich würde meine Bank wechseln. Solche Konditionen sind zwar relativ selten. Das impliziert aber auch den Vorteil, dass es Ausweichmöglichkeiten gibt.

Eine Kernfrage könnte sein: Was ist, wenn das viele oder alle Sparer machen würden? Ganz ehrlich: Dann würde das das regionale Institut voraussichtlich mit voller Härte treffen. Aber warum denn auch nicht, wenn die Konditionen nicht wettbewerbsfähig sind und es für Sparer oder auch einfache Kontennutzer keinerlei Freigrenzen gibt?

Negativzinsen sind natürlich auch woanders ein Thema, aber eben nicht ab dem ersten Euro. Das eröffnet dir die Möglichkeit, die Konditionen neu zu bewerten. Da es um dein Vermögen geht, sollte dir das vielleicht ein wenig Aufwand wert sein.

Nach Schutzmöglichkeiten suchen

Ein zweiter Schritt, den ich bei Negativzinsen ab dem ersten Euro gehen würde, ist das Aufsuchen von Schutzmöglichkeiten. Grundsätzlich scheint sich der Bankmarkt in Richtung solcher Verwahrentgelte zu bewegen. Besser dürfte es auf absehbare Zeit kaum werden.

Lote daher jetzt noch deine Optionen aus. Versuche vielleicht, Sparbücher zu bekommen, die im Fall der Fälle nicht betroffen sind. Häufig gilt noch vor der Einführung von Verwahrentgelten, dass solche Modelle Bestandsschutz besitzen. Das muss nicht immer der Fall sein, aber es könnte.

Auch ein Verrechnungskonto deines Brokers könnte absoluten Schutz vor Negativzinsen bieten. Vielleicht ist es, wenn du ab dem ersten Euro betroffen bist, interessant, sich auch mit solchen Möglichkeiten zu beschäftigen.

Negativzinsen ab dem ersten Euro: Ausgleichen!

Sollten für dich alle Stricke reißen und du musst Negativzinsen ab dem ersten Euro bezahlen, ist ein Ausgleich natürlich absolut wichtig. Ausgleich gibt es in der Regel in einer Form: mit Rendite. Das heißt, du solltest dich zumindest mit Möglichkeiten auseinandersetzen, wie du zumindest einen Teil deines Geldes renditestark anlegen kannst, beispielsweise mit Aktien oder mit kostengünstigen Indexfonds.

Für Negativzinsen und Verwahrentgelte in Höhe von 0,5 % muss der Einsatz nicht einmal astronomisch groß sein. Wenn du bereit bist, einen kleinen Anteil von 10 % bis 20 % deines Vermögens in Aktien oder ETFs zu investieren, könnte dich das schon schützen.

Der Artikel Negativzinsen ab dem ersten Euro: 3 Möglichkeiten, um zu reagieren! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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