Zugegeben: Die Negativzinsen haben mich noch nicht direkt erwischt. Das Geldinstitut meines Vertrauens (zumindest bis jetzt) hat mir jedoch angekündigt, dass man auf Teile meiner liquiden Mittel zukünftig wohl Strafzinsen erheben werde. Oder aber ein Verwahrentgelt, wie es im Fachchinesisch der Bankberater heißt.

Jetzt gilt es daher zu reagieren. Hier ist mein Lösungsansatz, wie ich mit Negativzinsen umgehe. In bloß zwei Schritten plane ich, mich des Themas zu entledigen.

Negativzinsen? Es gibt Fluchtwege!

Wer Negativzinsen ausgesetzt ist, der besitzt noch immer ein paar Fluchtwege. Auch zukünftig möchte ich einen Teil meiner Mittel liquide halten. Das bedeutet, es geht jetzt konstruktiv darum, Wege zu finden, um diesem Thema auszuweichen.

Ein erster Fluchtweg bei Negativzinsen ist beispielsweise das Ausschöpfen des Freibetrags. Viele Banken besitzen einen Rahmen, der ohne Gebühren auskommt. Beziehungsweise ohne ein Verwahrentgelt. Wer die Konditionen überprüft, der könnte Ausweichmöglichkeiten finden. Oder womöglich sogar bessere Konditionen, auf die du umsatteln kannst.

Ein zweiter Fluchtweg ist für mich persönlich das Verrechnungskonto meines Depots. Wie ich herausgefunden habe, plant der Broker meines Vertrauens die Guthaben hier nicht mit Gebühren zu belegen. Liquidität über Freibeträge sind entsprechend geschützt. Um den Negativzinsen auszuweichen, erhöhe ich daher die flüssigen Mittel in meinem Depot.

Aber natürlich geht es nicht bloß darum, dem Verwahrentgelt auszuweichen. Nein, auch renditestärkere Optionen sollten ein gangbarer Weg sein. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, einen weiteren Schritt zu gehen. Die Konditionen der Geldhäuser dürften schließlich nicht besser werden.

Umschichten in Qualitätsaktien

Um den Negativzinsen auszuweichen, möchte ich daher zukünftig stärker auf Qualitätsaktien setzen. Das bedeutet, dass sich Teile meiner Dividendenaktien und defensiven Kandidaten über mehr Einsatz freuen dürfen. Hier sehe ich mein Geld langfristig orientiert sicherer geparkt und das mit der Möglichkeit, eine attraktive Rendite zu erzielen.

Es geht mir dabei nicht primär darum, den Markt mit diesen Investitionen auf bahnbrechende Art und Weise zu schlagen. Nein, sondern langfristig orientiert das Geld sicher zu parken und gleichzeitig mehr als den Inflationsausgleich zu erhalten. Mit defensiven Dividendenaktien oder auch einigen werterhaltenden und zeitlosen Dividendenaristokraten ist das mit Sicherheit eine Option.

Gerade für das Ziel des Kapitalerhalts und dem Ausweichen von Negativzinsen können solche Investitionen eine clevere Option sein. Es muss nicht immer ein marktschlagender Ansatz sein. Oder rasante, volatile Wachstumsaktien. Neben einem klaren Fokus auf Wachstumsaktien in meinem Depot dürfte es zukünftig daher doch etwas mehr Fokus auf defensive Qualitätsaktien geben.

Negativzinsen: Ein Thema!

Negativzinsen sind daher nicht nur ein theoretisches Thema. Mich persönlich hat es erwischt, allerdings betrifft das auch einen Großteil der Geldhäuser hierzulande. Die Tendenz dürfte vermutlich weiter steigend sein. Vielleicht solltest du das Ganze als Chance sehen. Nämlich als Chance, etwas mehr Rendite zu wagen. Die Ankündigung eines Verwahrentgelts könnte einen Kick in die richtige Richtung geben.

Der Artikel Negativzinsen haben mich erwischt! So reagiere ich jetzt ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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