Besitzen Nel (WKN: A0B733)-Aktien und Wasserstoff überhaupt eine Zukunft, da im Verkehr doch hauptsächlich Elektroautos zum Einsatz kommen?

1. Nel steht vor einem Nachfrageboom

Die Antwort lautet ja, denn viele weitere Wirtschaftsbereiche benötigen zukünftig in großen Mengen grünen Wasserstoff. Elektrolyseurhersteller wie Nel müssen sich schon jetzt darauf vorbereiten, dass die Nachfrage bald das Angebot (die Produktionskapazitäten) weit übersteigt.

Aktuell können Nel und andere Hersteller sie noch decken, doch der Druck, den CO2-Ausstoß zu senken, nimmt zukünftig sehr schnell zu. Davon sind fast alle produzierenden Unternehmen betroffen. Bereits heute sichern sie sich deshalb Nels Kapazitäten, um zukünftig den eigenen Elektrolyseurbedarf decken zu können.

„Die Kunden sind zunehmend besorgt über den Zugang zu Produktionskapazitäten … und unser Werk könnte bald ausverkauft sein. Wir haben mit einer ausgewählten Anzahl von Kunden Gespräche über die Reservierung von Kapazitäten aufgenommen“, so Nels CEO Jon André Løkke.

Zu dieser Einschätzung kommen nicht nur die Elektrolyseurhersteller, sondern auch verschiedene Investmentbanken. Treten die strengeren Vorschriften erst einmal in Kraft, wird die Produktion kaum noch Schritt halten. Dies könnte zu Preiserhöhungen und somit bei den Herstellern zu hohen Gewinnmargen führen.

2. Nel mit neuem Elektrolyseur-Auftrag

Bisher fallen die Auftragswerte immer noch relativ gering aus. Zuletzt erhielt das norwegische Unternehmen von einem nicht genannten europäischen Kunden eine Elektrolyseurbestellung im Wert von etwa 3 Mio. Euro.

„Nel hat einen Auftrag für ein alkalisches Elektrolyseursystem von einem nicht genannten, neuen europäischen Kunden erhalten. Der Auftragswert beläuft sich auf circa drei Mio. Euro, und die Ausrüstung wird voraussichtlich 2022 geliefert werden, wobei die erste Wasserstoffproduktion im Jahr 2023 erfolgen soll. Der Elektrolyseur wird Wasserstoff produzieren, der mit Erdgas für die Verbrennung in einem Drehrohrofen gemischt wird“, so Nels Vertriebs- und Marketing-Vizepräsident EMEA Raymond Schmid.

3. Wasserstoff-Tankstellen für die USA

Neben den Elektrolyseuren produziert Nel auch Wasserstoff-Tankstellen. Besonders im Fernverkehr sind Brennstoffzellenantriebe wahrscheinlich den reinen Elektro-Lkws aufgrund der geringeren Stillstandszeiten und der noch geringen Elektro-Lkw-Reichweiten überlegen.

In den USA erhielt die amerikanische Tochter Nel Hydrogen Fueling nun von einem Kraftstofflieferanten einen Auftrag über mehrere Wasserstoff-Tankstellen. Nel liefert sie 2022 und 2023 aus. Der Auftragswert beträgt etwa 6 Mio. US-Dollar.

„Wir freuen uns sehr über diesen neuen Auftrag eines amerikanischen Kraftstofflieferanten, der nicht nur eine große Ehre ist, sondern auch die Stärke unserer hochmodernen Technologie beweist. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden bei seinem Engagement für die Bereitstellung CO2-ärmerer Kraftstoffe und den Einsatz unserer H2Station-Technologie zu unterstützen“, so Nels amerikanischer Vertriebs- und Geschäftsentwicklungsdirektor Eddy Nupoort.

Der Artikel Nel-Aktie: 3 super News! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst


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