Die Offenlegung der Quartalszahlen von Nel ASA ging für die Aktie nach hinten los. Anstatt die Wasserstoff-Aktie wieder nach oben zu ziehen, geht es seitdem noch weiter bergab. Bei den Zukunftsperspektiven für Wasserstoff gehen die Meinungen auseinander. 

Die Quartalszahlen

Nach der Offenlegung der Quartalszahlen am Dienstag ging es die Aktie des norwegischen Unternehmens steil bergab. Nach den schwierigen Wochen für Wasserstoff-Aktien hofften die Anleger auf die Zahlen. Doch es ging in die falsche Richtung. 

Die Quartalszahlen von Nel ASA zeigten sowohl beim Umsatz als auch beim Verlust je Aktie schlechtere Zahlen, als Analysten vorhergesagt hatten. Nel verzeichnet demnach einen Umsatz von rund 157 Millionen NOK. Während Nels CEO Jon Andre Lokke mit diesem Wert aufgrund den erschwerten Bedingungen durch die Pandemie zufrieden ist, hatten Experten mit rund 40 Millionen NOK mehr gerechnet. Insgesamt zeige der Umsatz eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem letzten Quartal.

Das EBITDA belief sich im ersten Quartal 2021 auf 20 Millionen NOK. Das Nettoergebnis vor Steuern beträgt rund 3,2 Milliarden NOK. Laut Lokke eine solide Cash-Position, mit der zukünftige Pläne umgesetzt werden können.

Auftragslage auf Allzeithoch

Jon Andre Lokke betonte bei der Bekanntmachung der Zahlen, dass die Auftragslage 80 Prozent höher sei als im Vorjahresquartal und damit auf einem Allzeithoch. Man habe einen 20-Megawatt-Auftrag mit Everfuel in Fredericia sowie mit PEM. Dazu kommen Kaufverträge mit Iwatani, H2 Energy sowie HTEC und weitere Absichtserklärungen bzw. Rahmenverträge. Auch eine Zusammenarbeit mit First Solar sei geplant.

Lokke weist allerdings erneut auf die besonderen Schwierigkeiten durch die Pandemie hin und durch den größeren Umfang der Projekte Absprachen mehr Zeit brauchen. Das verursache Schwankungen im Auftragsbestand.

Nel Asa-Aktie

Die letzten Wochen waren für die Nel-Aktie, wie für andere Wasserstoff-Aktien auch, nicht leicht. Mit der Offenlegung der Zahlen ging es wieder steil bergab. Die Aktie ist aktuell weniger als 20 NOK wert, an der Deutschen Börse rund 2 Euro. Das norwegische Unternehmen verzeichnet im ersten Quartal 2020 einen Verlust je Aktie von 0,45 NOK.

Während die einen nun das Vertrauen in Nel und Wasserstoff-Lösungen verloren haben, ist der niedrige Kurs für andere eine Gelegenheit zum Nachkaufen. So auch für Nutzer*in Kusco im BörsenNews-Forum: “Habe nachgekauft- werde sehen ob das richtig war […] Ich denke dass früher oder später der Knoten platzt”.

Dass Wasserstoff Aktien in Zukunft noch nach oben schießen werde, davon sind die meisten Nutzer*innen im Forum überzeugt. Nur für was die Wasserstofflösungen des Unternehmens am Ende eingesetzt werden, da gehen die Meinungen auseinander. Nutzer*in eichof sieht die Zukunft in der Automobilbranche: “Ich gehe davon aus das Batterie betriebene Autos nur den Anfang bilden, Wasserstoff Autos werden nachziehen und diese dann evtl. sogar verdrängen, weil 5 Minuten auftanken ist halt schon viel geiler als 30 Minuten Supercharge”. Nutzer*in Palladio wiederum sieht eine anderen Hauptzweig des Unternehmens: “Ich glaube bei H2 weniger an eine Lösung für‘s Auto sondern für Schwertransport (Bahn, Schiff, LKW) sowie stationäre Energieversorgung (Wohnhäuser, Industrie und Gewerbe)”.

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