Es herrscht große Unsicherheit bei NEL ASA. Nach dem Höchststand der Nel Aktie vor zwei Wochen folgte kurz darauf der Sinkflug. Doch was ist passiert und wie geht es weiter? Zwei aktuelle Geschehnisse sind Grund für den Absturz der Aktie.

Zum einen kam es am Pfingstmontag in Norwegen in der Nähe von Oslo zu einer Explosion in einer Wasserstoffstation. Die Explosion passierte an einer von Uno-X Hydrogen betriebenen Wasserstoff Tankstelle. Uno-X Hydrogen ist ein Joint Venture aus Praxair, Uno-X und Nel Asa. Nach der Explosion herrscht große Verunsicherung. Die Untersuchungen nach der Ursache der Explosion haben bereits begonnen, jedoch ist zum momentanen Zeitpunkt noch völlig unklar, was der Auslöser für die Explosion war. Infolgedessen wurden von dem norwegischen Unternehmen zehn weitere Wasserstoff Stationen vorübergehend abgeschaltet.

Ein zweiter Grund für den verheerenden Absturz der Aktie war der Ausverkauf zweier Großaktionäre aus Nel Asa. Nachdem der Anteilsschein an der Osloer Börse einen Wert von 9,78 norwegischen Kronen erreichte, folgte bereits wieder der Sinkflug. Denn sowohl H2 Holding, als auch F9 Investments, mit einem Gesamtanteil von mehr als 11 Prozent, boten Ihre Papiere zu einem Preis von etwa 7,50 norwegischen Kronen an. Der von Ihnen verlangte Kurs lag jedoch deutlich höher als der abgestürzte Kurs von 5,8 Kronen.
Denn diese Unsicherheit zeigte sich schnell an den Märkten, die Nel Aktie verzeichneten am gestrigen Handelstag einen Kurseinbruch von etwa 20 Prozent. Der Vorfall kam bei den Anlegern gar nicht gut an.
Dennoch konnte die Aktie am gestrigen Handelstag immerhin einen Teil der Verluste wieder gutmachen. Sie rettete sich wieder über die 200 Tage Linie. Sie ist trotzdem insgesamt deutlich angeschlagen.

Folglich ist die Nel Aktie unter großen Druck geraten. Offensichtlich fürchten die Anleger, dass der Ausstieg der beiden Großinvestoren und die Folgen der Explosion darauf schließen lassen, dass die Aktie Ihren Zenit vorerst überschritten hat. Sie wird voraussichtlich in der nächsten Zeit äußerst volatil bleiben. Bereits in der Vergangenheit waren große Schwankungen insbesondere auch im Intraday Handel zu verzeichnen.