Wasserstoff als Zukunftstechnologie haben die meisten Anleger schon länger im Blick. Sind jetzt die nächsten großen Sprünge zu erwarten?

Nel ist breit aufgebaut

Interessant für Investoren ist an dieser Stelle Nel ASA, ein traditionsreiches norwegisches Unternehmen, das sich dem Wasserstoff voll verschrieben hat. Die Skandinavier decken große Teile der Wertschöpfungskette ab. Sie mischen mit bei Herstellungstechnologie und Tankstelleninfrastruktur mit und wollen die Alternative zu Elektroantrieben werden, bei Autos, LKW und Schiffen. Im gestern veröffentlichten Jahresbericht geht es nun um die Zukunft von Nel.

Zukunftsvisionen aus dem Jahresbericht

Nel ASA wird dieses Jahr 100 neue Mitarbeiter einstellen und hohe Investitionen in Produktionskapazitäten und Entwicklung tätigen. Es wird dadurch mit einem negativen EBITDA gerechnet Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass die Geschäftsführung dies für nötig hält um auf einem nachhaltigen Wachstumspfad zu bleiben. Weiterhin sieht Nel ASA durch den vermehrten Einsatz seiner Technologien in der Praxis neue Möglichkeiten Know-How für die nächste Generation an Produkten zu sammeln. Auch Verbesserungen bei der Wartung und Zuverlässigkeit werden erwartet.

Hohe Nachfrage aus Kalifornien

Vergangenes Jahr wurde schon bekannt, dass Iwatani Corp. einen Auftrag über knapp 15 Mio. € getätigt hat. Hier wurden 14 H2-Station™ Einheiten geordert, die im Jahr 2021 an sieben verschiedenen Standorten in Kalifornien installiert werden. Diese Stationen ermöglichen es unter anderem leichte Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff zu betanken. Gestern wurde bekannt, dass Iwatani den Auftrag um vier weitere Einheiten aufgestockt hat. Nel hat auch von Nikola, dem Start-Up für Wasserstoffmobilität, letztes Jahr einen großen Auftrag im vergangenen Jahr erhalten. Dieser Großauftrag brachte den Skandinavier knapp 27,5 Mio € ein. Nel ASA hat mit seinen Investitionen in Produktionskapazitäten gezeigt, dass sie eine noch höhere Auftragslage in den nächsten Jahren forcieren. /gw