Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) macht derzeit eine gemischte operative Zeit durch. Insgesamt kam das fortgeführte Geschäft relativ solide durch die Corona-Krise. Allerdings hinterlässt der Konzernumbau allmählich Spuren. Denn obwohl das organische Wachstum des weiterhin bestehenden operativen Geschäfts um 3,5 % gewachsen ist, sank nominell der Konzernumsatz um knapp über 12 %.

Seit einiger Zeit beschäftigt Investoren daher die Frage, womit die Nestlé-Aktie diese Lücken stopfen könnte. Zumal die fundamentale Bewertung von Nestlé weiterhin alles andere als preiswert ist. Entsprechend ist das eine Baustelle, die es zu beobachten galt.

Jetzt könnte Nestlé jedenfalls eine Adresse gefunden haben. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren hiervon mitnehmen sollten.

Nestlé-Aktie: 550 Mio. US-Dollar in Wachstumsmarkt

Wie Nestlé jetzt verkündet hat, wird der Schweizer Konzern in den USA investieren. Demnach wird eine seit dem letzten Jahre in Betrieb genommene Produktionsstelle für Tierfuttermittel ausgebaut. Das lassen sich die Schweizer 550 Mio. US-Dollar kosten. Grundsätzlich eher Peanuts, wenn wir die jüngsten Deals im Konzernumbau im Rückspiegel betrachten.

Das Werk befindet sich im US-amerikanischen Bundesstaat Georgia beziehungsweise in der Stadt Hartwell. Dabei sollen weitere rund 130 Arbeitsplätze durch den Ausbau geschaffen werden. Nestlé sieht sich zu diesem Schritt veranlasst, da insbesondere die Nachfrage nach tierischen Nahrungsmitteln der Marke Purina wächst. Mit den Investitionen, insbesondere in Logistik und Verpackung, möchte das Management auf diese Entwicklung reagieren.

Allerdings ist das nur ein Teil der Medaille: Insgesamt scheint Nestlé in den USA weiterhin in Tiernahrung zu investieren. So soll auch in Ohio, Eden und Williamsburg Township in den Ausbau der Produktion investiert werden. Kleiner Spoiler: Das könnte ein lukrativer Wachstumsmarkt sein.

Tiernahrung als cleverer Wachstumsmarkt?

Tiernahrung scheint für Nestlé insgesamt eine lukrative Angelegenheit zu sein. Der Blick in die jüngsten Quartalszahlen offenbart, dass dieses Segment fast doppelt so schnell wächst wie der Gesamtkonzern. Das Umsatzwachstum lag zuletzt bei 7 %, während es der Nestlé-Konzern organisch auf 3,5 % gebracht hat.

Im Gesamtjahr 2019 hat Nestlé überdies rund 19 Mrd. Schweizer Franken mit Tiernahrung erlöst. Das zeigt, dass der Markt bereits gigantisch ist. Allerdings augenscheinlich noch weiteres Potenzial nach sich zieht. Etwas mehr Fokus in diesem Segment könnte sich daher auszahlen.

Insgesamt scheint Nestlé lediglich seine Stärken ausspielen zu wollen. Auch Kaffee und der Veggie-Markt sollen künftig eine größere Rolle spielen. Märkte, die mehr Potenzial besitzen dürften als die anderen Segmente. Oder aber auch die Wasser-Sparte, von der sich das Nestlé-Management zuletzt sukzessive und in einigen Regionen verabschiedet hat.

Nestlé-Aktie: Reicht das etwa?

Ob das reicht, ist natürlich eine andere Frage. Fest steht jedenfalls, dass die Nestlé-Aktie mit einem 2019er Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 23 inzwischen wieder etwas moderater bewertet ist. Sollte es dem schweizerischen Lebensmittelkonzern mittel- bis langfristig gelingen, auch nominell in einen moderaten Wachstumskurs zurückzufinden, so könnte die fundamentale Ausgangslage allmählich wieder etwas interessanter werden.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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