Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) hat sich einen Ruf als defensive Lebensmittel-Dividendenaktie erarbeitet. Das Portfolio der Schweizer ist gigantisch, das Lebensmittelgeschäft weitgehend unzyklisch. Das hat inzwischen dazu geführt, dass Nestlé beinahe ein Mitglied im Kreise der Dividendenaristokraten ist.

Wenn es ein Thema gibt, das jetzt für Foolishe unternehmensorientierte Investoren interessant ist, dann ist es der Konzernumbau. Im Rahmen dieses Schrittes möchte das Management den eigenen Konzern auf Profitabilität trimmen. Die operative Marge soll bis Ende dieses Jahres bei ca. 18,5 % liegen. Vor dem Umbau lag der Wert noch bei 14,7 %.

Jetzt kann Nestlé ein weiteres 700 Mio. Schweizer Franken schweres Mosaikteilchen innerhalb dieses Umbaus abschließen. Schauen wir im Folgenden einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten.

Nestlé: Yinlu vor dem Verkauf

Wie Nestlé zur Mitte der Woche mitgeteilt hat, ist man in China fündig geworden, was einen weiteren Portfolio-Abgang angeht. Demnach wird die Marke Yinlu verkauft. Hierbei handelt es sich um eine Wassermarke, die im Reich der Mitte einige Bekanntheit genießt.

Ein Verkäufer für die Sparte scheint zudem bereits gefunden. Demnach wird das chinesische Unternehmen Food Wise Yinlu übernehmen. Zu den finanziellen Details dieser Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden, so die gängigen Meldungen.

Yinlu hat für Nestlé zuletzt pro Jahr einen Umsatz von 700 Mio. Schweizer Franken generiert. Allerdings wird sich Nestlé hiermit nicht voll und ganz aus dem Reich der Mitte verabschieden. Yinlu werde demnach auch weiterhin für Nestlé produzieren, unter anderem die bekannte Marke Nestea. Demnach sei ein Lizenzvertrag vereinbart worden, der diesen Deal quasi krönt.

Eine weitere Lücke im Gesamtkonzern

Foolishe Investoren können einerseits natürlich würdigen, dass Nestlé beim eigenen Konzernumbau weitere Fortschritte macht. Ein höheres Maß an Profitabilität kann wichtig werden, um stärker ergebnisseitig wachsen zu können. Für dieses Ziel dürfte auch das ein weiterer, wichtiger Schritt sein.

Trotzdem sollten Investoren allmählich fragen, womit die Lücken geschlossen werden. Im dritten Quartal haben wir zwar einerseits gesehen, dass das fortgeführte Geschäft noch moderat um 3,5 % umsatzseitig wachsen konnte. Allerdings ging der Konzernumsatz nominell um 12,9 % zurück. Wobei auch Wechselkurseffekte diesen Schrumpfkurs zu verantworten hatten. Allerdings eben nicht in vollem Umfang.

Es ist definitiv positiv, dass Nestlé sich auf sein Kerngeschäft konzentriert. Trotzdem wäre es gut zu sehen, dass Nestlé neue, attraktive Produkte und Märkte findet, die die allmählich auffallenden Lücken stopfen können. Foolishe unternehmensorientierte Investoren sollten entsprechend nach solchen Möglichkeiten Ausschau halten.

Nestlé: Der Konzernumbau ist nicht alles

Wie gesagt: Der Konzernumbau ist wichtig für die strategische Ausrichtung von Nestlé. Allerdings summieren sich in den letzten Jahren die Verkäufe. Kernmärkte sind mit dem markenstarken Portfolio, neuen veganen Produkten und auch der Kaffee-Sparte schnell gefunden. Jedoch wird Nestlé hier idealerweise investieren müssen, um dem Schrumpfkurs entgegenzuwirken.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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