BERLIN (dpa-AFX) - Digitale Angebote in der Pflege, bei elektronischen Rezepten und Videosprechstunden sollen Verbesserungen für Patienten und Pflegebedürftige bringen. Der Bundesrat beschloss dazu am Freitag in Berlin ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). So sollen etwa Apps den Pflegebedürftigen helfen können, ihren Alltag besser zu bewältigen. Dabei geht es etwa um Anwendungen, mit denen der Gesundheitszustand durch Übungen und Trainings stabilisiert werden soll. Konkret sollen so etwa Stürze vermieden und Menschen mit Demenz durch Gedächtnisspiele gefordert werden.

Erleichtert werden soll außerdem, Videosprechstunden zu nutzen. Termine dafür sollen künftig auch über die bundesweite Service-Nummer 116 117 der Kassenärzte vermittelt werden. Auch der kassenärztliche Bereitschaftsdienst soll künftig telemedizinische Leistungen anbieten, ebenso Hebammen und Heilmittelerbringer wie Logopäden oder Physiotherapeuten.

E-Verordnungen sollen außer für Arzneimittel unter anderem auch für Angebote wie Physiotherapie oder Hilfsmittel angeboten werden. Seit Jahresbeginn können Versicherte Gesundheitsdaten wie Arztbefunde und Röntgenbilder in elektronischen Patientenakten (ePA) speichern und abrufen - auf einer freiwilligen App von der Krankenkasse für Smartphones. Die E-Akten sollen schrittweise mehr Funktionen erhalten./bw/DP/stw