BERLIN (dpa-AFX) - Die neue Autobahngesellschaft des Bundes sieht sich trotz Problemen auf Kurs. Die überwiegende Mehrzahl der bisher bei den Ländern beschäftigten Mitarbeiter etwa von Autobahnmeistereien wechselt zur neuen Bundesgesellschaft, insgesamt geht es um rund 10 500 Beschäftigte, wie der Chef der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, sowie Personalchef Gunther Adler am Montag vor Journalisten sagten.

Um das 13 000 Kilometer lange Netz der Autobahnen in Deutschland kümmert sich mit dem geplanten Start der Autobahn GmbH Anfang 2021 der Bund aus einer Hand. Bisher gibt der Bund als Eigentümer das Geld, die Länder sind für Planung, Bau und Betrieb zuständig. Ziel ist es, künftig schneller zu planen und zu bauen - dies soll Verbesserungen auch für Autofahrer bringen. Gesucht würden nun noch 1000 neue Mitarbeiter, so Krenz und Adler - die Hälfte davon sind Planer und Bauingenieure, die auf dem Markt aber rar sind.

In die neue Bundesgesellschaft integriert werden soll auch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau-GmbH, die seit 1991 die Planung und Baudurchführung wichtiger Infrastrukturprojekte verantwortet und mehrheitlich noch im Länderbesitz ist. Haushaltsmittel zur Übernahme der Anteile durch den Bund sind gesperrt. Zur Übernahme gibt es rechtliche Bedenken. Hintergrund ist auch ein Bericht des Bundesrechnungshofs. Krenz zeigte sich aber zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen oder Monaten eine Lösung gefunden werden könne./hoe/DP/jha