BERLIN (dpa-AFX) - Die frisch vereidigte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) ist nach eigenen Worten zufrieden mit der Aufstellung der neuen Bundesregierung beim Klimaschutz. "Gut, dass Klimaschutz breiter verankert ist. Ein einzelnes Ressort kann diese Aufgabe nicht stemmen", sagte Lemke am Mittwoch im Gespräch mit dem Fernsehsender Phoenix.

Es sei schon während der Koalitionsverhandlungen klar gewesen, dass "Teile der Klimaschutz-Verantwortung national wie international in andere Ressorts gehen werden", sagte Lemke mit Blick darauf, dass Klimaschutz-Zuständigkeiten aus dem bisherigen Bundesumweltministerium unter anderem in das neu geschaffene Klimaministerium ihres Parteikollegen Robert Habeck und ins Außenamt unter Führung Annalena Baerbocks wandern werden.

Lemke war am Mittag zusammen mit den anderen Mitgliedern des neuen Bundeskabinetts als neue Ministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz vereidigt worden. Das neue Amt übernimmt sie von Svenja Schulze (SPD), die künftig das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung leiten wird. Die offizielle Amtsübergabe ist für diesen Donnerstag geplant.

Lemke betonte, dass zentrale Zuständigkeiten wie Klimavorsorge und Klima-Anpassung weiterhin in der Hand ihres Umweltministeriums bleiben würden. Wichtig sei es, dass in der neuen Bundesregierung alle Ressorts dem Klimaschutz in besonderer Weise verpflichtet seien, das treffe auch auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) "sehr persönlich" zu.

Ihre neue Aufgabe nimmt die ehemalige Bundesgeschäftsführerin der Grünen mit Respekt an. "Ich habe einen sehr großen Respekt vor dem Amt. Ich spüre eine hohe Verantwortung." Sie habe aber auch "Lust auf die Arbeit" und freue sich auf ihr neues Ministerium. Es sei "ein sehr gutes Haus mit vielen engagierten Mitarbeitern", sagte Lemke./faa/DP/eas