US-Parlamentarier wollen verhindern, dass US-amerikanische Rüstungsunternehmen Seltene Erden aus China für ihre Produkte verwenden. Die Ankündigung dieses überparteilichen Gesetzgebungsvorhabens hat bei einigen Rohstoffunternehmen, die in diesem Sektor tätig sind, bereits gewaltige Kurssprünge ausgelöst – darunter die australische, aber passend benannte American Rare Earths (WKN A2P8A0 / ASX ARR), die wir auf GOLDINVEST.de schon vor einer ganzen Weile vorgestellt haben!

Die Gesetzesvorlage aus den USA, die beim US-Senat eingereicht wurde, würde eine erhebliche Stärkung für die potenzielle Wiederbelebung der Seltene Erden-Produktion in den USA bedeuten, da sie vorsieht, dass Rüstungsunternehmen, die Aufträge aus dem US-Verteidigungshaushalt erhalten, ab 2026 keine in China produzierten Seltenen Erden mehr verwenden dürfen.

Kein Wunder, dass American Rare Earths mit ihren fortgeschrittenen Seltene Erden-Projekten in Arizona und Wyoming den Kursturbo zündete und von 0,185 AUD vergangene Woche auf zuletzt 0,38 AUD emporschoss – zumal die Gesellschaft gerade erst verkündete, dass sie in das Team des Critical Materials Institute (CMI) aufgenommen wurde Und beim CMI handelt es sich um ein Energieinnovationszentrum, das dem US-Energieministerium angegliedert ist…

Das neue Gesetz mit dem Titel Gesetz zur Wiederherstellung wesentlicher Energie- und Sicherheitsvorräte im Inland für Seltene Erden von 2022 sieht zudem vor, dass der Pentagon einen permanenten Vorrat an strategischen Mineralien vorhält. Es ist die neueste Initiative der USA, mit der versucht werden soll, die Kontrolle Chinas über nahezu 90% des globalen Marktes für Seltene Erden zu brechen oder doch zumindest zu verringern.

Die eigentlich gar nicht so Seltenen Erden, eine Gruppe von 17 Elementen, werden unter anderem genutzt, um Magnete für Windturbinen und Elektromobile sowie Elektronikprodukte herzustellen, wie sie im Rüstungssektor aber auch im Bereich der Erneuerbaren Energien verwendet werden. Die Vereinigten Staaten hatten die Seltene Erden-Industrie während des zweiten Weltkrieges aufgebaut, doch seit den 1990er Jahren hat China die Kontrolle über die Branche fast vollständig übernommen. Die USA jedenfalls verfügen in Mountain Pass über genau eine Seltener Erden-Mine, allerdings nicht über die Möglichkeit zur – nicht einfachen – Verarbeitung des dort produzierten Materials.

Kein Wunder also, dass American Rare Earths derzeit große Aufmerksamkeit von Seiten der Anlegerschaft erhält. Noch nicht richtig wahrgenommen wird in dieser Hinsicht die ebenfalls von GOLDINVEST.de beobachtete Searchlight Resources (WKN A2JRPS / TSX SCLT), die sich allerdings bei der Erkundung ihres Kulyk Lake-Projektes auf Seltene Erden auch noch in einer frühen Phase befindet.

Immerhin: 2009 waren Stich- und Grabenproben gesammelt und im Labor des Saskatchewan Research Council analysiert worden. Darunter waren eine Probe mit 56,18% Gesamtgehalt an Seltenen Erden (Total Rare Earth Oxides, TREO), davon 12,49% Critical Rare Earth Oxides (CREO), sowie eine weitere Probe mit 30,6% TREO inkl. 6,82% CREO. (Unter CREO versteht man übrigens die Kombination aus Praseodymoxid (Pr6O11), Neodymoxid (Nd2O3), Terbiumoxid (Tb4O7) und Dysprosiumoxid (Dy2O3).)

2010 wurden dann Proben einer Reihe anschließend gezogener Gräben analysiert, die unter anderem 45,1% TREO und 10,08% CREO über 0,6 Meter, 24,44% TREO und 5.49% CREO über 0,7 Meter und 19,75% TREO und 4,41% CREO über 0,7 Meter erbrachten.

Und erst vor Kurzem zeigten luftgestützte Messungen – neben hohen Uranwerten – auch starke Seltene Erden Element-Werte auf dem 105 km² großen Projekt auf. Und die demonstrierte Streichlänge weist auf ein großes System hin!

Ob Searchlight Resources direkt von der Lage in den USA wird profitieren können, bleibt abzuwarten, doch sollte das Unternehmen, wenn man dieses Jahr mit der Erkundung von Kulyk Lake Fortschritte macht, wovon wir stark ausgehen, von der allgemein gestiegenen Nachfrage nach Seltenen Erden profitieren – und die USA sind nicht das einzige Land des Westens, das die Dominanz Chinas in diesem Bereich brechen will. Ganz zu schweigen davon, dass Searchlight auf dem Projekt offenbar auch auf Uran gestoßen ist – einen weiteren, „heißen“ Rohstoff.

Screenshot Interview Alf

 

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